Car-Garantie Reparaturkosten steigen weiter

Autor: Julia Mauritz

Die Aufwendungen für Reparaturen sind im Jahr 2020 auf 572 Euro gestiegen: Das belegt die jährliche Schadenauswertung des Freiburger Spezialversicherers. Dabei gibt es ein Bauteil, das die Kosten besonders in die Höhe treibt.

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Der Motor und die Kraftstoffanlage treiben die Reparaturkosten in die Höhe.
Der Motor und die Kraftstoffanlage treiben die Reparaturkosten in die Höhe.
(Bild: Car-Garantie)

Die durchschnittlichen Reparaturkosten für Neu- und Gebrauchtwagen sind im Jahr 2020 zum fünften Mal in Folge gestiegen: Das ist die zentrale Erkenntnis einer Auswertung des Spezialversicherers CG Car-Garantie Versicherungs-AG. Jedes Jahr nimmt der Spezialversicherer aus Freiburg die Schadenverteilung im Bereich der Neu- und Gebrauchtwagengarantien genau unter die Lupe. Als Grundlage für seine Analyse zieht Car-Garantie dabei rund eine Million Garantieverträge heran, die sich über sämtliche Marken und Modelle sowie Laufzeiten zwischen 12 und 36 Monaten erstrecken.

Während im Jahr 2019 noch durchschnittlich 551 Euro für eine Reparatur aufgewendet wurden, erhöhte sich dieser Betrag 2020 auf mehr als 572 Euro. Insgesamt sind die durchschnittlichen Kosten seit 2016 um über 70 Euro gestiegen. Die Car-Garantie hält es für möglich, dass sich diese Tendenz weiter fortsetzen wird.

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Was die Schadenregulierungssumme angeht, differenziert sich diese nur minimal vom Vorjahreswert. Bei den Gebrauchtwagen steht auf Platz 1 der teuersten Schäden mit 23,6 Prozent der Motor, mit einem deutlichen Vorsprung vor der Kraftstoffanlage inklusive Turbolader mit 18,8 Prozent und dem Getriebe mit 11,8 Prozent. Dahinter folgen die elektrische Anlage auf Platz 4 und die Klimaanlage auf Platz 5.

Bei den Neuwagen ergibt sich ein ähnliches Bild: Auch hier führt der Motor die Liste der teuersten Schäden mit einem Anteil von 21,4 Prozent an, gefolgt von der Kraftstoffanlage mit 20,7 Prozent und der elektrischen Anlage mit 12,0 Prozent. Platz 4 belegt weiterhin das Getriebe, während auf Platz 5 die Komfortelektrik zu finden ist.

Was die prozentuale Verteilung der Schadenhäufigkeit bei Neu- und Gebrauchtwagen im Jahr 2020 angeht, ist diese fast analog zum Vorjahr. Die häufigsten Defekte erleidet bei Gebrauchtwagen weiterhin die Kraftstoffanlage: Im Jahr 2020 lag der Anteil bei 19,7 Prozent. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die elektrische Anlage mit 18,3 Prozent und der Motor mit 10,7 Prozent.

Komfortelektronik ist anfällig

Auch bei Neuwagen belegen die Kraftstoffanlage mit 20,2 Prozent und die elektrische Anlage mit 19,6 Prozent die Spitzenpositionen. Anders als bei den Gebrauchtwagen folgt jedoch bei den Neuwagen auf Platz 3 nicht der Motor, sondern die Komfortelektrik mit einem Anteil von 10,7 Prozent.

Was den Schadeneintritt bei Gebrauchtwagen betrifft, sind die Zahlen zwischen 2019 und 2020 stabil geblieben. 29,0 Prozent der Schäden traten innerhalb der ersten 5.000 Kilometer auf, 19,4 Prozent erst nach mehr als 25.000 Kilometern. Lediglich bei der Aufschlüsselung nach Tagen lässt sich eine etwas größere Abweichung feststellen: Während 2019 21,1 Prozent der Schäden erst nach über 360 Tagen auftraten, war dies 2020 bei 22,9 Prozent der Schäden der Fall.

Dr. Marcus Söldner, Vorstandsvorsitzender Car-Garantie resümiert: „In den letzten fünf Jahren haben sich die durchschnittlichen Kosten um insgesamt 15 Prozent erhöht. Ein solcher Anstieg sollte für Fahrzeugbesitzer wie für den Handel ein deutliches Signal sein, dass es sich lohnt, sich gegen derartige Kosten abzusichern.“

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