Retro Classics: Geht noch mehr Oldtimer?

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Oldtimer boomen. Und mit ihnen einschlägige Fachmessen. Die Messe Stuttgart setzt diesbezüglich zum neuen Rekord an.

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Höher, schneller, größer: Auch die Retro Classics boomt.
Höher, schneller, größer: Auch die Retro Classics boomt.
(Foto: Dominsky)

Es gibt die größte Klassikmesse der Welt und Europas größte Oldtimermesse. Fände die eine innerhalb, die andere außerhalb unseres Kontinents statt, würde man sagen: „Klar, na und?“ Tun sie aber nicht, im Gegenteil. Beide „Leitmessen“ finden in Deutschland statt. Das zeigt wie ernsthaft, fast könnte man sagen, verbissen mittlerweile um das gerungen wird, was eigentlich als „schönes rostiges Hobby“ groß wurde.

Zweifelsohne gehört die Messe Essen bzw. der Veranstalter SIHA mit seiner Techno Classica zu den „Erfindern“ einer solchen Veranstaltung – immerhin seit 27 Jahren versammeln sich Oldie-Jünger dort aus aller Welt zum jährlichen Stelldichein und machten die Techno laut Verantwortlicher seither zur „größten Klassikmesse der Welt“. Im Jahr 2014 verzeichnete sie 190.000 Teilnehmer und bot eine Ausstellungsfläche von 120.000 Quadratmetern – bisher einmalig.

Fast 17 Fußballfelder Ausstellungsfläche

Doch genau das offeriert die dieses Jahr zum 15. Mal ausgetragene Retro Classica in Stuttgart nun auch. Nach neuen Höchstmarken bei den Besucher- und Ausstellerzahlen habe man die Ausstellungsfläche noch einmal um 20 Prozent vergrößert: ebenfalls auf 120.000 Quadratmeter. Vermutlich deshalb bezeichnen die Schwaben ihr Klassikevent nun als „Europas größte Oldtimermesse“. Wie dem auch sei: Profitieren werden sicher beide Messen bzw. Veranstalter und mit ihnen sicher auch das Gros der Aussteller und Besucher. Wenngleich klar ist: Nicht jeder kann sich „zerteilen“, kann zwei derartige Messe kurz hintereinander bedienen.

Wenn die Retro Classics vom 26. bis zum 29. März ihre Tore öffnet, warten in den Hallen Kindheitsträume aus Chrom und Lack, Legenden des Rennsports, Luxuskarossen von gestern und Klassiker von morgen. Daneben gibt es Platz für historische Nutzfahrzeuge, amerikanische Straßenkreuzer und eine riesige Bandbreite an Zubehör, Kleidung und Accessoires. Auch Versicherungen und Prüforganisationen sind auf der Retro Classica vertreten und beraten vor Ort.

Kfz-Gewerbe engagiert sich vor Ort

Erstmals in diesem Jahr bietet der „Marktplatz der Museen“ (Halle 8) einen Querschnitt durch die Geschichte der motorisierten Fortbewegung. Dort sind – unter anderen – das August Horch Museum, das Oldtimermuseum Meßkirch, das Frey Automuseum, das Zündapp Museum und die THW Historische Sammlung vertreten. Highlights jeder Retro sind jedoch die Sonderschauen: Dieses Jahr unter anderem die Ausstellung „30 Jahre BMW M5“, eine Maico-Motorrad-Schau sowie auf eine neue Ausgabe des Publikumsmagneten „Erlebniswelt Design“.

Damit auch in Zukunft das notwendige Know-how im Gewerbe zur Verfügung steht, hat die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart ein vom Verein Retro-Classic-Cultur unterstütztes Projekt ins Leben gerufen, das sie ebenfalls im Rahmen des Marktplatzes vorgestellt: „Der Stuttgarter Weg – wir können Oldtimer“. Die Messe ist vom 26. (13 Uhr) bis zum 29. März (18 Uhr) geöffnet. Der Eintritt kostet 20 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter www.retro-classics.de.

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