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Retro Classics: Köln und Nürnberg rufen

Autor: Steffen Dominsky

Mitte November findet in Köln, Anfang Dezember in Nürnberg die neueste Regionalausgabe der bekannten Stuttgarter Messe statt. Auf die Oldiefans warten wieder diverse Sonderschauen.

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Bald öffnen die Retro Classics in Köln bzw. Nürnberg wieder ihre Tore. Sie zeigen Oldtimer unterschiedlichster Art.
Bald öffnen die Retro Classics in Köln bzw. Nürnberg wieder ihre Tore. Sie zeigen Oldtimer unterschiedlichster Art.
(Bild: Retro Messen)

Vom 15. bis 18. November findet zum zweiten Mal der rheinische Ableger der bekannten Oldtimermesse aus Stuttgart, die Retro Classics Cologne, statt. Vier Tage lang ist in den Kölner Messehallen auf rund 40.000 Quadratmetern alles geboten, was die Herzen von Sammlern und Liebhabern automobilen Kulturguts höher schlagen lässt: ehrwürdige Veteranen, US-Straßenkreuzer, Youngtimer, Zubehör, Ersatzteile usw. Daneben dürfen sich Besucher auf Sonderschauen wie „fahrendes Volk“ mit Exponaten aus der Kölner Technikgeschichte freuen. Der Veranstalter erwartet mehr als 450 Aussteller und rund 1.500 Fahrzeuge.

Am Abschlusstag erwartet die Besucher ein kleines Bonbon, zumindest sehen das die Retro-Classics-Macher so. Am Sonntag gelten bis zu 50 Prozent ermäßigte Eintrittspreise. Was nach einem Super-Geschenk aussieht, relativiert sich bei genauerer Betrachtung aber schnell wieder. Schließlich wird der am 18. November zelebrierte Volkstrauertag in Köln bzw. Rheinland-Pfalz wieder extrem streng ausgelegt. Ergo dürfen die Messetore hier erst um 13 Uhr öffnen.

„Abgesehen von den verkürzten Öffnungszeiten herrscht aber ganz normaler Messebetrieb“, betont Karl-Ulrich Herrmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Stuttgarter Retro Messen GmbH. Das betont er nicht ohne Grund: Bei der Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr hatte die Messe zwar auch am Sonntag regulär geöffnet, doch verkaufen durften Händler an diesem Tag nichts, worüber im Vorfeld offenbar kaum einer informiert worden war.

Das günstige Sonntagsangebot sieht Herrmann aber keineswegs als realistischen, da anteiligen Preisabschlag für die deutlich verkürzte Öffnungszeit – im Gegenteil. „Das Automobil ist ein bedeutendes Kulturgut. Es in einer umfassenden Schau wie der Retro Classics Cologne zugänglich und begreifbar zu machen, geht über die rein wirtschaftlichen Aspekte hinaus.“ – Wie auch immer, weitere Informationen finden Sie hier.

Franken dann im Dezember

In den vergangenen beiden Jahren haben sich die Auflagen der Retro Classics Bavaria als „starke Regionalmesse“ etabliert, heißt es aus Stuttgart weiter. So findet in den Hallen der Messe Nürnberg vom 7. bis 9. Dezember wieder der fränkische Ableger des Stuttgarter Originals statt. Auch hier erwartet die Besucher in vier Hallen auf insgesamt 40.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ein breites Angebot renommierter Händler und Restaurierer, eine große Fahrzeugverkaufsbörse, ein Teilemarkt, zahlreiche Club-Präsentationen sowie diverse Sonderschauen zu spannenden Aspekten der Automobilgeschichte.

Mit zwei besonders interessanten Schauen, die zudem starken regionalen Bezug haben, möchten die Messeveranstalter Besucher anlocken: Unter dem Titel „BMW auf der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung (IAMA) 1936-1938“ sind die seltensten und wertvollsten Fahrzeuge zu sehen, die der bayerische Autobauer damals einem staunenden Publikum vorstellte (Halle 4A). Gestaunt werden darf auch in der Sonderschau „Zündapp Janus“, die ein Stück Nürnberger Industriegeschichte lebendig werden lässt (Foyer Halle 3A): Der von 1957 bis 1958 produzierte Kleinstwagen, in dem Fahrer und Beifahrer Rücken an Rücken Platz nahmen, gilt heute als gesuchte Kuriosität. Insgesamt werden rund 370 Aussteller erwartet. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group