Insolvenz „Rexcar wird den Betrieb nicht wieder aufnehmen“

Autor: Christoph Seyerlein

Rexcar hat definitiv keine Zukunft mehr. Das Amtsgericht Ingolstadt hat das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet. Laut Insolvenzverwalter Alexander Raab ist keine Restrukturierung der B2B-Auktionsplattform für Gebrauchtwagen geplant.

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Die Online-Plattform Rexcar ist Geschichte.
Die Online-Plattform Rexcar ist Geschichte.
(Bild: Rexcar)

Anfang der Woche war durchgesickert, dass Rexcar einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Ingolstadt gestellt hat. Inzwischen hat das Gericht auch bekanntgegeben, das Verfahren zum 1. Januar 2021 eröffnet zu haben.

Insolvenzverwalter Alexander Raab von der Kanzlei Raab & Kollegen erklärte nun im Gespräch mit »kfz-betrieb«, dass er keine Chancen auf ein Comeback der B2B-Auktionsplattform für Gebrauchtwagen sieht. „Rexcar wird den Betrieb nicht wieder aufnehmen“, sagte Raab.

Es handle sich um ein klassisches Insolvenzverfahren, eine Restrukturierung sei nicht geplant. Das Unternehmen habe den Geschäftsbetrieb bereits im Herbst eingestellt, bevor er aktiv wurde, so Raab weiter. Weitere Einzelheiten konnte der Rechtsanwalt aus rechtlichen Gründen noch nicht verraten.

Aus nach nicht einmal einem halben Jahr

Die Online-Auktionsplattform war erst am 1. Juli 2020 live gegangen. Autohäuser konnten dort Gebrauchtwagen inserieren und Händler als Käufer suchen. Bei einem Kauf fiel keine Provision an. Dem Vernehmen nach hatten sich Hunderte Autohäuser bei Rexcar registriert.

Das Unternehmen hatte Kevin König 2018 gegründet. Im August 2019 stieg dann mit Stephan Grühsem ein bekannter Name ein. Der ehemalige Kommunikationschef des Volkswagen-Konzerns sollte zunächst weitere Investoren anlocken.

Im Frühjahr 2020 übernahm Grühsem dann mit 60 Prozent selbst die Mehrheit an Rexcar. In der Folge agierte er gemeinsam mit seinem Sohn Tibeau Grühsem und König als Geschäftsführer der Plattform. Für das Unternehmen arbeiteten zum Start am 1. Juli 12 Beschäftigte.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«