RKDS: Beliefererung kommt in Gang

Großhändler und Reifenbörsen vertreiben schon jetzt Sensoren

| Autor: Jan Rosenow

Werkstätten bekommen es immer häufiger mit Reifendrucksensoren zu tun.
Werkstätten bekommen es immer häufiger mit Reifendrucksensoren zu tun. (Foto: Rosenow)

Die Pflicht, jeden Neuwagen mit Reifendruckkontrollsystem auszustatten, greift zwar erst zum 1. November. Doch aus produktionstechnischen Gründen kommen bereits derzeit Fahrzeuge mit RDKS nach EU-VO 661/2009 auf den Markt. Wer mit einem dieser Autos einen Reifenschaden hat oder sich noch schnell Winterreifen für einen späten Skiurlaub anschaffen will, braucht aber schon jetzt Ersatzsensoren – und nicht erst im November.

Darauf haben sich viele Reifengroßhändler und Reifenbörsen vorbereitet. Für Modelle wie den Toyota RAV 4, Chevrolet Trax oder Suzuki SX bietet beispielsweise Reifen Gundlach passende Kompletträder mit ABE an, die mit Reifendrucksensoren ausgestattet sind und zumeist innerhalb 24 Stunden geliefert werden können. Auch für nahezu alle anderen Anwendungen bietet der Großhändler aus Raubach bereits jetzt passende Produkte an. „Wir machen ein kompliziertes Thema für unsere Kunden von Beginn an einfach“, verspricht Dietrich Neufeld, Produktmanager Räder bei Reifen Gundlach.

Industrielle Anwendung von Alligator für DBV

Auch der Würzburger Anbieter DBV hat sich mit dem Thema bereits vertraut gemacht. Er arbeitet mit dem Ventilspezialisten Alligator zusammen, der mit „Sens it“ einen eigenen Universalsensor für den Ersatzmarkt entwickelt hat. Die Verwendung des programmierbaren Radsensors ermöglicht es den Franken von nun an, ihr Produktprogramm mit fahrzeugspezifisch vorbereiteten Radsensoren zu ergänzen.

„Als Räderhersteller wollen wir unseren Kunden eine einfache, robuste Lösung anbieten. Unsere Zielsetzung war es, den Räderkauf für unsere Kunden auch nach Einführung der EU-Verordnung so unkompliziert wie nur möglich zu halten“, erklärt Stefan Beyerlein, technischer Leiter für Aluräder bei DBV. „Alligator konnte uns mit Sens it Industrial eine ideale, speziell an unsere Sales- und Logistikstruktur angepasste Lösung anbieten.“ DBV hat zu diesem Zweck eine RDKS-Verfügbarkeitsabfrage in seinen Händler-Webshop integriert.

Sens it Industrial ermöglicht eine schnellere Programmierung der Sensoren mit dem Ziel, die Integration in den Montageablauf von Räderherstellern zu vereinfachen. „Nur so können bestehende Taktzeiten bei der Montage eines Komplettrads eingehalten werden“, erläutert Oliver Künzle, der verantwortliche Entwicklungsingenieur von Alligator.

Delticom schult Montagepartner

Beim Online-Reifenhändler Delticom steht die Weiterbildung der Montagepartner im Vordergrund. Philip von Grolman, Vorstandsmitglied der Delticom, sagt dazu: „Die RDKS-Pflicht stellt insbesondere Werkstätten vor Veränderungen und Herausforderungen. Wir wollen unsere kooperierenden Werkstätten frühzeitig auf diese Umstellung vorbereiten. Das Ziel ist, die Servicepartner rund um RDKS zu unterstützen und ihnen Angebots- und Servicevorteile zu verschaffen.“

Derzeit befragt der Lieferant seine Montagewerkstätten in Deutschland zu ihrem Leistungs- und Servicespektrum im Hinblick auf RDKS. Der Servicepartner kann selbst mit nur wenigen Klicks seine Daten zu RDKS vervollständigen und sich so als qualifizierte RDKS-Fachwerkstatt ausweisen. Damit sollen die Betriebe sich laut Delticom frühzeitig Wettbewerbsvorteile sichern können.

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