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Robotaxis sind für Massenbeförderung zu teuer

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Eine Harvard-Studie widerlegt die Erwartungen, dass Robotaxis die Personenbeförderung verbilligen können. Denn die hohen Anschaffungskosten würden sich nur durch unrealistisch hohe Auslastungen amortisieren.

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Autonomer Fahrdienst „Robotaxi“, der bis 2020 vorrangig Senioren in Japan befördern soll: Laut einer Studie bleiben derartige Dienste langfristig teurer als Privatautos.
Autonomer Fahrdienst „Robotaxi“, der bis 2020 vorrangig Senioren in Japan befördern soll: Laut einer Studie bleiben derartige Dienste langfristig teurer als Privatautos.
(Bild: Robotaxi)

Automatisierte Autos sollen den Verkehr nicht nur sicherer und fließender, sondern auch günstiger machen. Doch letztere Annahme wird nun durch eine Harvard-Studie erschüttert. Der Studie zufolge fallen die Nutzungskosten bei regelmäßiger Fahrt dreimal so hoch aus wie die Kosten für Besitz und Betrieb eines älteren Autos. Damit könne das Robotaxi den Privatwagen nicht ersetzen.

Grund sind vor allem die immensen Anschaffungskosten autonom fahrender Taxis, die nur bei extremer Auslastung der Fahrzeuge geringe Nutzungsgebühren ermöglichen würden. Die geringeren Personalkosten durch den Wegfall des Fahrers gleichen die Kosten der Untersuchung zufolge auf absehbare Zeit nicht aus.

Die Ankündigungen der Robotaxi-Anbieter gehen aber von anderen Szenarien aus. So will etwa General Motors seinen künftigen Service für umgerechnet 55 Euro-Cent pro Kilometer anbieten – und damit nur knapp ein Fünftel des Fahrpreises konventioneller Taxis kassieren.

Die Havard-Wissenschaftler weisen in diesem Zusammenhang auf eine zu hohe angenommene Auslastung hin. Bei den Modellen der Industrie läge diese demnach deutlich oberhalb der Auslastung konventioneller Taxis, die rund 50 Prozent beträgt.

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