Rolls-Royce sucht weiteren Standort

Autor: Stephan Richter

Der englische Automobilhersteller baut seine Präsenz in Deutschland weiter aus. Aktuell sucht die Marke nach einem fünften Standort in Deutschland, denn die Nachfrage – vor allem nach individualisierten Fahrzeugen – nimmt zu.

Firmen zum Thema

Peter Schoppmann: „Wir wollen unsere Produkte ‚anfassbarer‘ machen."
Peter Schoppmann: „Wir wollen unsere Produkte ‚anfassbarer‘ machen."
(Foto: Richter)

Rolls-Royce hat 2011 die Stückzahl seiner neu zugelassenen Fahrzeuge auf 63 Einheiten verdoppelt. Um das vorhandene Potenzial noch besser auszuschöpfen, zeigt sich die BMW-Tochter jetzt deutlich präsenter als in der Vergangenheit. Teilnahmen am Genfer Automobilsalon, der Techno Classica in Essen, der Retro Klassik in Stuttgart sowie der AMI in Leipzig zeigen das Engagement des Herstellers, seine Produkte „anfassbarer“ zu machen, wie Peter Schoppmann, Regional Director Germany, erklärt.

„Neben Russland war Deutschland 2011 das Land, in dem wir in Europa am stärksten gewachsen sind“, sagte Schoppmann im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. „Die Zahlen zeigen deutlich, dass wir ein ernsthaftes Geschäft betreiben. Mit unseren über 3.500 verkauften Fahrzeugen in 2011 haben wir maßgeblich zum Erfolg der BMW Group beigetragen.“

Händler Nummer fünf soll 2013 folgen

Aktuell zählt Rolls-Royce vier Händlerstandorte in Deutschland: Neben Dresden und Köln folgte 2011 eine Filiale in München und 2012 eine in Berlin. Im kommenden Jahr möchte Schoppmann einen weiteren Standort in Hamburg eröffnen. „Dazu suchen wir einen bestehenden Händler, der über große Erfahrungen im Premium- sowie im Super-Luxus-Segment verfügt. Erfahrungsgemäß handelt es sich dabei um einen Mehrmarkenhändler. Natürlich muss er einen exklusiven Showroom für unsere Fahrzeuge und separates Personal im Service und Vertrieb vorweisen können.“ Ferner ist ein sechster Standort im Südwesten Deutschlands in der Überlegung.

„Bespoke“-Programm für mehr Individualität

Um mehr Raum für Individualität zu schaffen, hat der Hersteller das „Bespoke“-Programm erweitert. Der Anteil der Kunden, die ihr Fahrzeug von außen und innen noch einmal aufwerten, nimmt auch in Deutschland zu. „Mit einem Rolls-Royce erfüllen sich unsere Kunden einen Lebenstraum. Daher beschäftigen sie sich eingehend mit der Fahrzeugausstattung. Wir erfüllen unseren Kunden dabei jeden Wunsch, insofern wir dabei keine sicherheitstechnischen Grenzen überschreiten“, sagt Schoppmann. So hat Rolls-Royce aktuell 44.000 verfügbare Wagenfarben für seine Phantom- und Ghost-Modelle im Angebot. „Und wenn trotzdem eine fehlt, ermöglichen wir auch diese Umsetzung“, so Schoppmann.

(ID:34023720)

Über den Autor

 Stephan Richter

Stephan Richter

Freier Autor