Rolls-Royce: Von Krise keine Spur

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Europas Autokäufer geben sich derzeit zurückhaltend. Die Krise lauert auf fast allen Märkten. Nur im Süden Englands, im beschaulichen Goodwood, hat man dieses Wort schon länger nicht mehr gehört.

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Frisches „blaues“ Blut: Das „kleine“ Coupé Wraith ist das neueste Modell von Edelautobauer Rolls Royce.
Frisches „blaues“ Blut: Das „kleine“ Coupé Wraith ist das neueste Modell von Edelautobauer Rolls Royce.
(Foto: Rolls Royce)

Mit dem Gran Turismo-Coupé Wraith hat Rolls-Royce auf dem Genfer Automobilsalon ein Ausrufezeichen gesetzt. Nach der IAA kommen die ersten Modelle in den Handel. Doch eigentlich ist der bislang stärkste Rolls für dieses Jahr bereits ausverkauft. Mehr als 100 Blindbestellungen zählte man in Goodwood, seit zehn Jahren Sitz der Marke, und das ist durchaus eine Zahl, die für die Briten erwähnenswert ist.

Von allen Modellen zusammen verkaufte man im vergangenen Jahr schließlich nur gut 3.700 Einheiten und feierte damit ein Rekordjahr. Das laufende Jahr könnte noch besser werden, schließlich kommt zum Luxus mit dem neuen kleinen Coupé nun auch noch ein Hauch Sportlichkeit.

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Klein ist dabei ein relativer Begriff. Immerhin misst der Wraith 5,27 Meter in der Länge und hat einen Radstand von 3,11 Metern. Mehr hat üblicherweise die Oberklasse deutscher Premiumhersteller auch nicht in ihren Langversionen zu bieten. Der Ghost, die Limousine, von der der Wraith abstammt, kommt mit kurzem Radstand auf 5,40 Meter und das große Coupé auf Basis des Phantom verpasst die Sechsmeter-Marke nur um 20 Zentimeter. So gesehen ist das neue Coupé dann doch wieder klein.

Für die versprochene Dynamik sorgt der bekannte 6,6-Liter-V12. Im Wraith erstarkt er auf 465 kW/632 PS und verteilt ab 1.500 Touren 800 Newtonmeter ans Achtganggetriebe. Der Ghost muss sich mit 570 PS bescheiden und beim großen klassischen Rolls-Royce Phantom sind heute 460 PS die berühmten „15 Prozent mehr als genug“. Mit dieser Beschreibung vermieden es die Briten in Vor-EU-Zeiten bekanntlich, exakte Leistungswerte ihrer Motoren bekanntzugeben.

Aber die Zeiten ändern sich und so darf heute auch Rolls-Royce mit Leistungsdaten protzen, die anderswo Supersportwagen gut zu Gesicht stünden. Mit denen können sich auch die Fahrleistungen des immerhin fast 2,4-Tonnen schweren Coupés vergleichen lassen, genügen doch für den Standardsprint auf Landstraßentempo 4,6 Sekunden. Bei 250 km/h ist allerdings Schluss mit lustig, so will es die BMW Group und daran hält man sich.

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