Ronal zeigt Alurad aus dem 3-D-Drucker

Autor Jan Rosenow

Das laut Hersteller erste für den Straßenverkehr geprüfte Rad aus additiver Fertigung soll zeigen, was mit dieser Technik geht, bleibt aus Kostengründen aber ein Einzelstück.

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Nicht schön, aber selten (und teuer): das SLM Concept Wheel von Ronal.
Nicht schön, aber selten (und teuer): das SLM Concept Wheel von Ronal.
(Bild: Ronal)

Der Räderhersteller Ronal aus der Schweiz hat auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main ein Aluminiumrad aus additiver Fertigung vorgestellt. Laut Unternehmensangaben ist das „SLM Concept Wheel“ das weltweit erste so hergestellte Rad, das für den Einsatz im Straßenverkehr gemäß StVZO § 30 zugelassen ist.

Die additive Fertigung, im Volksmund 3-D-Drucken genannt, kommt ohne Werkzeuge oder Formen aus und macht Designs möglich, die sich durch herkömmliche Produktionsverfahren (Gießen oder Schmieden) nicht fertigen lassen – etwa Speichendurchbrüche oder Hinterschneidungen. Der Nachteil ist die lange Bearbeitungszeit. Beim sogenannten Laserabschmelzverfahren wird eine dünne Schicht aus Metallpulver aufgetragen und per Laser mir der darunterliegenden Schicht verschmolzen – und das viele Tausend Mal nacheinander.

Das SLM Concept Wheel aus der Aluminiumlegierung AlSi10 wiegt etwa fünf Kilogramm und verfügt über eine Radlast von 515 Kilogramm. Mit der Größe von 7 x 13 Zoll passt es beispielsweise auf den Ford Capri aus den Siebzigerjahren, der am IAA-Stand von Ronal ausgestellt war.

Das Prototypenrad ist eine Studie der Ronal Technologie GmbH, die eigens als Innovationszentrum gegründet wurde und sämtliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Radherstellers bündelt. Mit dem SLM Concept Wheel zeigt das Unternehmen die technische Machbarkeit des 3-D-Drucks für Räder auf und generiert gleichzeitig weiteres Know-how in diesem Bereich.

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