Rosier-Gruppe trauert um früheren Senior-Chef Heinz Rosier

Autor: Viktoria Hahn

Mehrere Jahrzehnte lang war Heinz Rosier operativ in der Rosier-Gruppe aktiv. Nun ist der ehemalige Chef, der das Unternehmen in die Top 10 der größten deutschen Autohändler führte, im Alter von 85 Jahren verstorben.

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Der frühere Senior-Chef und ehemalige Mitgesellschafter Heinz Rosier ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der frühere Senior-Chef und ehemalige Mitgesellschafter Heinz Rosier ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
(Bild: Autohaus Rosier)

Die familiengeführte Autohausgruppe Rosier trauert um ihren ehemaligen Senior-Chef und früheren Mitgesellschafter Heinz Rosier. Dieser ist Ende September im Alter von 85 Jahren verstorben. Der Unternehmer hatte die Geschicke der Autohaus-Gruppe über Jahrzehnte gemeinsam mit seinen Brüdern geleitet und maßgeblich zum Ausbau und Erfolg der heutigen Holding beigetragen.

Heinz Rosier wurde am 25. Mai 1935 als erster von vier Söhnen des Firmengründers Heinrich Rosier Senior in Menden geboren. Seine Leidenschaft für Autos und speziell für die Marke Mercedes-Benz bestimmten sein berufliches Leben: Schon früh trat er in die Fußstapfen seines Vaters, der 1927 in Menden mit einer Autovermietung den Grundstein für die heutige Automobilhandelsgruppe Rosier legte und später eine Derop-Tankstelle mit Werkstatt betrieb.

1985: Heinz Rosier übernimmt die Geschäftsleitung

Von Kindesbeinen an wuchs Heinz Rosier im Unternehmen auf und arbeitete dort. 1958 trat er offiziell als Geschäftsführer des Mercedes-Benz Autohauses Heinrich Rosier an die Seite seines Vaters und war in den Folgejahren maßgeblich an der Expansion der Rosier Gruppe beteiligt: Nachdem der Stammsitz in Menden mehrfach ausgebaut und 1964 an den heutigen Sitz in der Fröndenberger Straße verlegt wurde, eröffnete Heinz Rosier 1960 mit seinen Brüdern den ersten Zweigbetrieb in Neheim-Hüsten.

1981 folgte dann die Eröffnung eines Mercedes-Benz Betriebes in Hemer. Zu den großen Meilensteinen gehörte 1989 die Gründung der damaligen Rosier-Gruppe Nord in Oldenburg und kurz nach der Wende die Eröffnung der Autostadt Rosier in Stendal (Sachsen-Anhalt).

Der Unternehmer setzte auf Expansion

Auch im Sauerland setzte Heinz Rosier erfolgreich auf Expansion und übernahm 1996 in Arnsberg den Audi-/VW-Händler Isensee und 2000 das Gebiet des Mercedes-Benz Vertreters Hoevel. Nachdem Sohn Heinrich Rosier 1990 ebenfalls ins Unternehmen eingetreten war, folgten weitere Übernahmen im Paderborner Land (2006) und auf Sylt (2007). 2016 expandierte die Rosier-Gruppe im Braunschweiger Land.

Mit unternehmerischem Geschick und Weitblick brachte Heinz Rosier die Rosier-Gruppe unter die Top-10 der größten deutschen Autohändler. Unvergessen sind seine Ideen wie das erste „Autokaufhaus des Sauerlandes“ in Neheim-Hüsten, eine Traglufthalle als Verkaufshalle, der „Sprechende Autosalon“ und nicht zuletzt auch das Konzept der Autostadt Rosier mit mehreren Marken an einem Standort – noch bevor die VW-Autostadt in Wolfsburg entstand.

2011: Der Abschied aus der Geschäftsführung

2011 verabschiedete sich Heinz Rosier aus der Firmenleitung der Holding und übertrug seine Gesellschafteranteile an Sohn Heinrich Rosier. Dieser führt die Geschäfte gemeinsam mit Marc Heinen nun in dritter Generation. Weitere Gesellschafter sind Werner, Hendrik und Andreas Rosier.

Insgesamt arbeiten rund 1.100 Mitarbeiter an 15 Standorten für die Autohausgruppe mit den Marken Mercedes-Benz, Smart, Audi, Volkswagen und Peugeot.

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Über den Autor

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Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG