Land Rover Rückruf für Mild-Hybrid-Varianten wegen Brandgefahr

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

In Deutschland müssen knapp 9.400 SUVs zu einem Softwareupdate, weil der Gleichspannungswandler im 48-Volt-Bordnetz überhitzen könnte.

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Tausende Mild-Hybrid-Varianten (MHEV) des Range Rover Evoque müssen in die Werkstatt. Der Aktionscode lautet „N503“.
Tausende Mild-Hybrid-Varianten (MHEV) des Range Rover Evoque müssen in die Werkstatt. Der Aktionscode lautet „N503“.
(Bild: Range Rover)

Land Rover ruft die Mild-Hybrid-Varianten (MHEV) des Discovery und Range Rover Evoque zurück in die Werkstätten. „Es wurde festgestellt, dass in einer der Komponenten des Batterieladesystems ein Kurzschluss auftreten kann, der zu einer Überhitzung führen kann“, erklärte ein Sprecher der Jaguar Land Rover Deutschland GmbH auf Anfrage. Betroffen seien seit Dezember 2019 gebaute Fahrzeuge. Eine britische Behördenmeldung nannte als betroffenen Produktionszeitraum den 25. Mai 2018 bis 2. Oktober 2020.

Die Beamten warnen vor Rauchentwicklung im Gleichspannungswandler und einem möglichen Fahrzeugbrand, wenn der 12-Volt-Stromkreis durch Überlastung des 48-Volt-Bordnetzes und Ausfall des Metalloxid-Halbleiter-Feldeffekttransistors gegen Masse kurzgeschlossen wird.

Unfälle aufgrund des Problems seien aber keine bekannt, betonte der Sprecher. Der Fehler sei bei einer internen Qualitätskontrolle aufgefallen. „Um das Problem zu beheben, aktualisieren autorisierte Reparaturbetriebe die Software zur Steuerung des MHEV-Batteriesystems“, kündigte er an. Der unter dem Aktionscode „N503“ laufende Eingriff soll maximal eine halbe Stunde dauern. Er ist in Deutschland für 9.391 Exemplare vorgesehen.

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Freier Journalist