Brandgefahr Rückrufe für E-Sprinter und E-Vito

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Eine Korrosion des Gehäuses der Hochvolt-Batterien kann bei zahlreichen Elektrotransportern von Mercedes gefährlich werden. Knapp 1.900 Exemplare müssen deshalb zur Kontrolle in die Werkstatt.

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Daimler ruft hierzulande rund 1.350 elektrische Varianten des Sprinter und Vito in die Werkstätten.
Daimler ruft hierzulande rund 1.350 elektrische Varianten des Sprinter und Vito in die Werkstätten.
(Bild: Daimler)

Weil das Gehäuse der Hochvoltbatterie am Fahrzeug-Unterboden nicht ausreichend geschützt sein könnte, ruft Daimlers Van-Sparte 1.910 Exemplare des E-Sprinter und E-Vito zurück. „Trotz zusätzlicher Unterbodenverkleidung könnte es über Zeit und in Abhängigkeit von bestimmten Umwelteinflüssen – zum Beispiel Spritzwasser – zu einer Korrosion des Gehäuses der Hochvoltbatterien kommen“, sagte eine Konzernsprecherin auf Anfrage.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wäre in einem solchen Fall ein Wiederstart des Fahrzeuges nicht möglich. „Darüber hinaus besteht erhöhte Brandgefahr“, meldet die Behörde. Etwa 1.350 der (Klein-)Transporter müssen in deutsche Vertragswerkstätten. Dort wird das Gehäuse geprüft, gereinigt und gewachst. „Im Falle von bestehender deutlicher Korrosion würde das betroffene Batteriemodul erneuert werden“, so die Sprecherin.

„Der Werkstattaufenthalt wird abhängig vom Prüfergebnis ein bis zwei Tage in Anspruch nehmen“, kündigte sie an. Betroffen seien Mercedes-Benz E-Vito der Baureihe 447 (VS20) aus dem Produktionszeitraum Dezember 2018 bis November 2019 und E-Sprinter der Baureihe 910 (VS30) aus dem Produktionszeitraum von November 2019 bis Mai 2020. Der Rückruf läuft unter dem internen Code „VXEKOSCHU“.

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Freier Journalist