Rüsselsheim feiert 150 Jahre Opel

Autor / Redakteur: dpa/jr / Jens Rehberg

Rund 40.000 Besucher sind am vergangenen Samstag nach Rüsselsheim gekommen, um Opel zu dem eindrucksvollen Jubiläum zu gratulieren.

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In Rüsselsheim fand am vergangenen Wochenende die größte Jubiläumsfeier zum 150sten von Opel statt.
In Rüsselsheim fand am vergangenen Wochenende die größte Jubiläumsfeier zum 150sten von Opel statt.
(Foto: Opel)

Opel hat am Samstag am Stammsitz Rüsselsheim sein 150-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. Die rund 40.000 Gäste, darunter viele Familien und Freunde von Beschäftigten, hatten unter anderem die Gelegenheit, die Fahrzeugproduktion zu besichtigen: Presswerk, Karosseriewerk sowie die Endmontage waren geöffnet.

„Wir hätten uns eine bessere Zeit gewünscht, um den Geburtstag zu feiern, denn Opel fährt gerade auf einer holprigen Strecke in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug. Den Stolz auf die Tradition und die lange Erfolgsgeschichte lasse er sich dadurch aber nicht nehmen: „Wir verstehen diese Krise als Chance.“ Opel werde auch sein nächstes Jubiläum in 25 Jahren noch feiern.

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Opel-Interims-Chef Thomas Sedran gab zwar zu, dass Opel auch durch eigene Fehler in die aktuelle Krise geraten sei. Er machte den Beschäftigten aber Mut: „Wir werden wieder neue Höhen erklimmen.“ Die herausragende Rolle auf dem Weg „zurück in die Champions League“ werde die angekündigte Produktoffensive spielen: „Große Chancen sehen wir bei Kleinwagen – wir werden unter dem Adam noch ein echtes Citycar bringen. Ein Cabrio namens Cascada wird im März 2013 in den Verkauf kommen.“ Der Kleinwagen Adam wird kommende Woche auf dem Pariser Autosalon vorgestellt.

Sedran lobte auch die Leistung der Mitarbeiter. „Alleine in Deutschland sind über fünf Millionen Opel-Fahrzeuge auf der Straße – viele davon sind hier in Rüsselsheim entstanden. Bis heute wurden hier über 16,5 Millionen Autos hergestellt. Dazu 11 Millionen Getriebe und 1,5 Milliarden Pressteile.“

Firmengründer Adam Opel hatte im August 1862 in Rüsselsheim mit dem Bau von Nähmaschinen begonnen. Später kamen Fahrräder und Motorräder hinzu, nach Adam Opels Tod auch Automobile. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem der größten Autohersteller in Europa und gehört seit 1929 zum US-Konzern General Motors.

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