Die großen Autohändler 2020 Ruhrdeichgruppe sichert Liquidität in der Krise

Autor: Jens Rehberg

Auch Peter Gerards nutzte in der akuten Phase der Pandemie die Möglichkeit, über das Kurzarbeitergeld Kosten zu sparen. Gleichzeitig tat er aber auch etwas dafür, das Vertrauen seiner Mitarbeiter in die Geschäftsleitung zu stärken.

Die Ruhrdeichgruppe hat ihren Stammsitz in Duisburg.
Die Ruhrdeichgruppe hat ihren Stammsitz in Duisburg.
(Bild: Ruhrdeichgruppe)

Als Mitte März Nordrhein-Westfalen bekannt gab, die Schulen und Kitas schließen zu wollen, sagte Ruhrdeich-Chef Peter Gerards zu seinen Mitarbeitern kurzerhand: „Dann bringt die Kinder eben mit.“ Zu diesem Zeitpunkt war die Lage in Duisburg noch relativ entspannt, und tatsächlich brachten vor allem teilzeitbeschäftigte Mütter ihre Kinder mit in die Autohäuser – Kollegen oder Auszubildende, die gerade nicht so stark eingebunden waren, kümmerten sich um den Nachwuchs.

Ernst wurde die Lage schließlich, als Peter Gerards an zwölf Standorten die Schauräume schließen musste. Sofort machte sich der Händler daran, beträchtliche Teile der bereits bezahlten Ware wieder bei den Bankenpartnern einzufinanzieren, um die Liquidität zu sichern. Ein weiteres Sicherungsseil stellte eine kurzfristige Zusage der KfW-Bank für einen Kredit in Millionenhöhe dar. Parallel dazu kaufte Gerards Fahrzeuge zu, wo er nur konnte, um den absehbaren Produktionsstopps vorzubeugen.

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Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«