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Russischer Automarkt kühlt ab

| Autor: Andreas Grimm

Der Neuwagenmarkt in Russland gehört in diesem Jahr zu den Wachstumstreibern der globalen Autobranche. Doch es gibt Warnzeichen, dass der Boom wieder zu Ende geht.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Der Neuwagenabsatz in Russland hat in den ersten drei Quartalen des Jahres stark zugelegt. Von Januar bis September kamen knapp 1,3 Millionen Fahrzeuge neu auf die Straßen. Das ist nach den Zahlen der Vereinigung europäischer Unternehmen in Russland (AEB) ein Absatzplus von 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Doch die Entwicklung hat sich im dritten Quartal deutlich abgeschwächt. Zur Jahresmitte hatte der Marktzuwachs noch bei 20 Prozent gelegen. Und auch im September sind die starken Impulse ausgeblieben. Im neunten Monat wurden laut einer AEB-Auswertung 157.371 Einheiten neu zugelassen. Das ist nur noch ein Plus von 6,2 Prozent.

Bei der AEB geht man derzeit von einem Gesamtwachstum des Marktes in diesem Jahr von 13 Prozent aus. Getrieben wird das Absatzplus auf rund 1,8 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge derzeit von einer angekündigten Mehrwertsteuer-Erhöhung ab Januar 2019, die zu Vorzieheffekten führt.

Profitiert haben von der guten Autokonjunktur zahlreiche Marken, wobei Lada nach drei Quartalen weiterhin Marktführer bleibt. Das heimische Fabrikat steigerte seinen Absatz im bisherigen Jahresverlauf um 17 Prozent auf 259.129 Einheiten, womit ziemlich exakt jeder fünfte Neuwagen ein Lada war.

Auf Platz zwei liegt mit weitem Abstand, jedoch mit hohen Zuwachsraten, Kia. Die Koreaner verkauften in den ersten drei Quartalen 167.500 Neuwagen, ein Plus von 24 Prozent. Auf Platz drei liegt Hyundai (131.500 /+18 %) vor Renault (103.300 / +8 %) und Toyota (77.800 / +15 %). Die höchste prozentuale Zuwachsrate unter den zehn wichtigsten Fabrikaten verbucht derzeit Skoda (57.500 / +28 %).

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«