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Russischer Automarkt legt weiter zu

| Autor: Andreas Grimm

Die Autohändler in Russland haben derzeit gut zu tun. Um ein Fünftel ist der Absatz in diesem Jahr bislang gestiegen. Gleichzeitig birgt der derzeitige Boom auch die Gefahr eines Rückgangs in näherer Zukunft.

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(Foto: Flagge Russlands / Vexillus/Wikipedia / BY-SA 2.0)

Der russische Automarkt setzt seinen Wachstumskurs ungebremst fort. Nach Angaben der Vereinigung europäischer Unternehmen in Russland (AEB) kamen im Mai 147.545 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge neu auf die russischen Straßen. Das waren 18 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Damit setzt sich die Aufwärtsentwicklung des Gesamtjahres weiter fort, auch im April hatte der Markt um knapp 18 Prozent zugelegt. Seit Jahresstart sind die Neuwagenverkäufe in Russland sogar um 20 Prozent auf rund 693.000 Einheiten gestiegen. Der Absatz hat damit deutlich an Dynamik gewonnen, vor Jahresfrist hatte das Wachstum bei 5 Prozent gelegen.

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Der erfreuliche Pkw-Absatztrend füge sich dabei ein in die Aufwärtsentwicklung des gesamten Handelssektors, berichtet Jörg Schreiber, Vorsitzender des Arbeitskreises der Autobauer im AEB. Begleitet werde diese Entwicklung zudem von einer anhaltenden Besserung des Verbrauchervertrauens.

Speziell der Neuwagenhandel habe außerdem in den vergangenen Wochen von einer schwachen Währungsentwicklung profitiert, weil zahlreiche Konsumenten grundsätzlich geplante Anschaffungen vorgezogen haben. „Es bleibt nun abzuwarten, ob und in welchem Umfang dieser Faktor die künftige Entwicklung des Neuwagenmarkts beeinflussen wird“, bilanziert Schreiber in der Mai-Analyse des AEB.

Den größten Neuwagen-Marktanteil hat nach wie vor Lada mit 19,4 Prozent. Doch die Verfolger Kia und Hyundai holen weiter auf. Die Kia-Verkäufe legten im Mai um 29 Prozent zu, der Hyundai-Absatz sogar um 33 Prozent. Auch im gesamten Jahresverlauf sind die Neuwagenverkäufe von Kia (+33 %) und Hyundai (+26 %) stärker gewachsen als die von Lada (+23 %). Der Absatz der anderen russischen Hersteller GAZ (+9 %) und UAZ (-7 %) blieb im Jahresverlauf allerdings deutlich hinter der Gesamtentwicklung zurück.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«