Suchen

Saab 9-4X: Crossover-Attacke

| Autor / Redakteur: SP-X/hh / Jens Rehberg

Mit einem Mittelklasse-SUV rundet Saab seine Modellpalette nach oben ab. Der Saab 9-4X startet im Spätsommer 2011 auch in Deutschland.

Firmen zum Thema

( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Premiere eines neuen SUV will Saab auf der Los Angeles Autoshow im hart umkämpften Segment kompakter Geländewagen angreifen. Der neue 9-4X erweitert die Angebotspalette der Schweden auf dann drei Modelle und tritt gegen BMW X5 und Mercedes M-Klasse an.

Der Allrader war bereits vor der Übernahme der ehemaligen GM-Tochter durch den niederländischen Sportwagenbauer Spyker mehrfach angekündigt worden. Nach der Premiere soll 2011 nun endlich die Markteinführung erfolgen. Gestartet wird im Frühjahr in den USA, wo mit dem Cadillac SRX auch sein technischer Organspender bereits auf dem Markt ist. Der Rest der Welt soll zur Jahresmitte folgen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Äußerlich grenzt sich der Saab 9-4X von seinem Modellbruder deutlich ab. Der dreiteilige Kühlergrill und die schnittige Front zitieren Stilelemente der im vergangenen Jahr gestarteten Limousine Saab 9-5. Auch die große Windschutzscheibe, die durch dunkel lackierte A-Säulen noch breiter wirkt, gehört zum aktuellen Gesicht der Marke. Offroad-Elemente fehlen völlig, stattdessen soll eine sportliche Linie Lifestyle-interessierte SUV-Käufer locken.

Auch der Innenraum zeigt Reminiszenzen an der Flugzeugbau, aus dem Saab ursprünglich kommt: Unter anderem gibt es einen Tacho im Höhenmesser-Stil und Joystick-Verstellungen der Lüftungsdüsen.

Standardsprint in 9 Sekunden

Zum Erfolg soll auch ein sportliches Motorenprogramm beitragen. Als Basis-Triebwerk gibt es einen 3,0-Liter-V6-Benziner mit 265 PS, der den über zwei Tonnen schweren Wagen in 9 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Darüber rangiert ein 300 PS starker 2,8-Liter-V6-Turbobenziner, wie er auch im Saab 9-5 und im Opel Insignia zu haben ist. Er schafft den Standardsprint in glatt neun Sekunden. Verbrauchsangaben macht der Hersteller für beiden Motoren noch nicht.

Die Kraftübertragung an alle vier Räder übernimmt jeweils eine Sechsgangautomatik. Für hohe Fahrdynamik soll ein Sperrdifferential sorgen, das das Drehmoment variabel zwischen Achsen und Rädern verteilt. Ein adaptives Fahrwerk soll sich auf Knopfdruck an die Wünsche des Fahrers anpassen. Zur Serienausstattung gehören unter anderem Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht.

Preise für das nach den Limousinen 9-5 und 9-3 dritte Modell der Marke sind noch nicht bekannt. Die einschlägigen Wettbewerber liegen mit vergleichbaren Motorisierungen bei 50.000 bis 55.000 Euro.

(ID:363487)