Santander schluckt Retailgeschäft der SEB

Redakteur: Gerd Steiler

Die Santander Consumer Bank übernimmt mit Wirkung zum 31. Januar den deutschen Retailbankbereich der schwedischen SEB-Bank. Mit dieser Transaktion rückt Santander auf Rang vier der Privatbanken in Deutschland.

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Die Santander Consumer Bank AG übernimmt mit Wirkung zum 31. Januar das Privatkundengeschäft der schwedischen SEB-Bank (Skandinaviska Enskilda Banken) in Deutschland. Wie das Unternehmen am Montag in Mönchengladbach mitteilte, hatten sich die beiden Finanzinstitute bereits im Juli vergangenen Jahres über den Verkauf geeinigt und im August die Genehmigung für die Übernahme von der europäischen Kartellbehörde erhalten. Zugleich übernehme die Santander Consumer Bank mit Abschluss der Transaktion über 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SEB.

Künftig gut 7 Millionen Kunden

Die Santander Consumer Bank hat eigenen Angaben zufolge per Ende 2010 insgesamt 175 Filialen im Bundesgebiet und weit über sechs Millionen Kunden. Damit zähle Santander zu den führenden Instituten in der herstellerunabhängigen Kfz-Finanzierung sowie in der Konsumgüterfinanzierung. Der Erwerb von SEB ergänze den Marktauftritt der Santander Consumer Bank um ein breiteres Retailgeschäft. So werde sich die Zahl der Filialen in Deutschland fast verdoppeln, heißt es weiter.

Die SEB-Bank AG - deutsche Tochtergesellschaft der größten schwedischen Bank Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) - bringt laut Mitteilung rund eine Million Kunden mit, darunter 10.000 kleine und mittlere Unternehmen. In Deutschland zähle die SEB derzeit 173 Filialen.

Santander rückt auf

Die Umfirmierung der Filialen von SEB auf Santander soll innerhalb der kommenden vier Monate abgeschlossen sein. Laut Santander-Vorstandschef Ulrich Leuschner rückt sein Finanzinstitut mit dieser Transaktion gemessen an der Zahl der privaten Kunden auf Rang vier der Privatbanken in Deutschland.

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