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Schade-Gruppe rundet Marktgebiet mit Autohaus Mühlfeld ab

| Autor: Andreas Grimm

Mit der Eingliederung des Autohauses Mühlfeld im Meiningen stärkt die Schade-Gruppe ihr Engagement in Thüringen. Der neue Betrieb erfüllt alle Herstellervorgaben. Investieren wird Schade dennoch, um weitere Geschäftsfelder zu etablieren.

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Das Mercedes-Autohaus Mühlfeld in Meiningen ist Teil der Schade-Gruppe geworden.
Das Mercedes-Autohaus Mühlfeld in Meiningen ist Teil der Schade-Gruppe geworden.
(Bild: Schade-Gruppe)

Die Schade-Gruppe hat ihre Mercedes-Aktivitäten um einen weiteren Standort erweitert. Mit der Übernahme des Autohauses Mühlfeld in Meiningen ist die Handelsgruppe jetzt an 6 Standorten in der Mitte Deutschlands vertreten. Ausschlaggebend für den Kauf war eine fehlende Nachfolge für Inhaberin und Geschäftsführerin Eva Richter im Autohaus Mühlfeld, die sich aus Altersgründen zurückzieht. Das Unternehmen ist Neuwagenvermittler und autorisierter Servicepartner für Pkw, Transporter und Lkw.

Mit dem Erwerb des Meininger Autohauses arrondiert die Schade-Gruppe das südlich vom Betrieb in Eisenach gelegene Betreuungsgebiet in Südthüringen für Mercedes-Benz Pkw und Nutzfahrzeuge. Geschäftsführer Holger Schade bezeichnete den Erwerb als „attraktive Erweiterung“, die zugleich die Beschäftigung der bisherigen Schade-Mitarbeiter wie der neuen Beschäftigten sichere. Sein Unternehmen ist für Mercedes in West-Thüringen bereits in Eisenach und Mühlhausen aktiv sowie in Bad Hersfeld (Osthessen).

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Die Gespräche zur Übernahme liefen seit August 2018, ausgehend von dem Wunsch von Eva Richter, „das Unternehmen in gute Hände zu übergeben“. Das Autohaus selbst erfüllt alle erforderlichen Herstellerstandards für Mercedes-Partner. Baumaßnahmen an dem Standort, der vollumfänglich fortgeführt wird, sind laut Holger Schade daher nicht nötig. Allerdings will er noch in diesem Jahr die Standards für das Gebrauchtwagenprogramm „Junge Sterne Pkw“ sowie für das Transportergeschäft erfüllen und dafür 500.000 Euro investieren. Zum aktuellen Kaufpreis machte er keine Angaben.

Das Autohaus Mühlfeld steht auf einem 15.000 Quadratmeter großen Areal, der Mercedes-Schauraum ist 320 Quadratmeter groß, weitere 1.600 Quadratmeter stehen für die Werkstatt (mit 200.000 verkauften Arbeitswerten) und Verwaltung zur Verfügung. Die zuletzt 60 Neuwagen im Jahr werden bislang im Rahmen eines Vermittlerabkommens an Max Schultz mit Standorten in Südthüringen vermittelt, Gebrauchtwagen werden etwa 240 im Jahr verkauft. Die 33 Mitarbeiter in Meiningen werden übernommen, ein Centerleiter soll in Kürze ernannt werden.

Mehr als hundertjährige Tradition

Die Schade-Gruppe wird als Familienunternehmen in vierter Generation von Holger und Dirk Schade geführt. Ihre Ursprünge liegen in einer Wagnerei in Bad Hersfeld eröffneten. 1972 wurde man Daimler-Partner, zunächst im Werkstatt- und Nutzfahrzeuggeschäft. 1990 expandierte Schade nach Eisenach als Vertreter für Mercedes-Benz Pkw und Nutzfahrzeuge. In Bad Hersfeld ist man zudem seit 2006 mit Skoda aktiv. Weitere Filialen existieren inzwischen in Kirchheim und Mühlhausen. 2018 verkaufte die Gruppe mit 400 Mitarbeitern rund 3.000 Fahrzeuge und erwirtschaftet einen Umsatz von 120 Millionen Euro.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«