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Schadenprävention: Schlaf beruhigt weiter!

Autor / Redakteur: Michael Blumenstein / Norbert Rubbel

Eigentlich freuen sich Autohauschefs über Besucher. Doch nicht über die, die Samstagnacht unangekündigt kommen. Auto- und Teilediebstähle sowie Vandalismus bereiten einem nicht nur böse Überraschungen. Sie kosten auch viel Geld.

Organisierte Banden sind bestens über die örtlichen Gegebenheiten und das Portfolio der Autohäuser informiert. Kurzes Stöbern in den Online-Fahrzeugbörsen und die Diebe wissen, wo welches Modell steht.
Organisierte Banden sind bestens über die örtlichen Gegebenheiten und das Portfolio der Autohäuser informiert. Kurzes Stöbern in den Online-Fahrzeugbörsen und die Diebe wissen, wo welches Modell steht.
(Bild: © Lieres - stock.adobe.com)

Glaube nie einer Statistik, die Du nicht selbst erstellt hast. So lautet ein Sprichwort. Aber den Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kann man vertrauen – leider. Laut GDV gehen die Autodiebstähle zwar seit Mitte der Neunzigerjahre zurück. So sank die Anzahl von rund 100.000 entwendeten Fahrzeugen auf gut 18.000 im Jahr 2016. Der Schadenaufwand sank im selben Zeitraum aber nur um etwas mehr als die Hälfte auf rund 300 Millionen Euro. Hinzu kommt eine weitere Zahl: 219 Millionen Euro. Auf diese Summe beläuft sich die Versicherungsleistung im Jahr 2016 für Teileentwendungen. Also Schäden, die durch den Klau von Navis, Scheinwerfern und Alurädern entstanden sind.

Diese Zahlen können addiert werden und besagen, dass sich Schäden durch Autodiebstahl und -einbruch in Deutschland auf rund eine halbe Milliarde Euro im Jahr summieren. Und ein großer Teil davon kommt direkt aus den Autohäusern. Eine weitere Aufschlüsselung, die skizziert, wie viel Prozent der Diebstähle direkt auf Autohaus-Standflächen stattfinden, gibt es nicht. Weder Versicherungen noch die Polizei können das auf Nachfrage beziffern.