Scheinwerferprüfung: Bremslicht

Ab dem 1.1.2018 müssen bei der HU eingesetzte Prüfmittel kalibriert werden. Prüforganisationen haben diesbezüglich lange Zeit keinen Gang reingekriegt. Mittlerweile qualmen die Räder. Doch die Fuhre nimmt nur langsam Fahrt auf – viel zu langsam.

| Autor: Steffen Dominsky

Zu lange standen die Überwachungsorganisationen in Sachen Kali- brierung, allen voran beim Scheinwerferprüfplatz, auf der Bremse. Werkstätten, die ab 1. Januar keine entsprechenden HU-Prüfmittel vorhalten, können mit „Gnade“ durch die Behörden rechnen – aber nur im streng geprüften Einzelfall.
Zu lange standen die Überwachungsorganisationen in Sachen Kali- brierung, allen voran beim Scheinwerferprüfplatz, auf der Bremse. Werkstätten, die ab 1. Januar keine entsprechenden HU-Prüfmittel vorhalten, können mit „Gnade“ durch die Behörden rechnen – aber nur im streng geprüften Einzelfall. (Bild: picture alliance/dpa)

Wann ist ein Rückschritt ein Fortschritt? Na dann, wenn man vor dem Abgrund steht! Im Allgemeinen könnte man auf diesen Kalauer mit einem geschmunzelten „haha“ antworten. Im Speziellen, d. h. im Hinblick auf die HU-Scheinwerferprüfrichtlinie, bleibt einem als Beteiligtem dieses jedoch frühzeitig im Hals stecken. Hier gibt es kein Zurück mehr. Fest zementiert wie der Zeitpunkt eines Raketenstarts ist der 1.1.2018. Ab diesem Datum greift die nächste Stufe des Schreckensgespenstes „Kalibrierung von Prüfmitteln im Rahmen der Hauptuntersuchung“. Zu Deutsch: Ab dem Zeitpunkt müssen auch Scheinwerferprüfplätze mittels „richtigem“ Kalibrierverfahren alle zwei Jahre kontrolliert werden.

Bislang durften Überwachungsorganisationen (ÜOs) sowie Sachkundige, zu denen auch qualifizierte Stückgutprüfer zählen, Scheinwerferprüfplätze gemäß eines Übergangsverfahrens nach sagen wir nicht ganz so strengen Kriterien abnehmen. Zwar musste im Fall der erstgenannten ÜOs das Verfahren von der alles überwachenden Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) abgesegnet werden, die Überwacher selbst müssen aber bei der DAkkS (noch) nicht vollständig akkreditiert sein. Doch damit ist zum 31. Dezember Schluss.

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