Scheinwerferprüfung: Licht-Pralinen

Auch wenn in Sachen HU-Scheinwerfer-Prüfrichtlinie immer noch nicht das letzte Wort gesprochen ist und die Scheinwerfer-Geräterichtlinie nach wie vor auf sich warten lässt: In Sachen Angebot bei Digital-SEPs tut sich was …

| Autor: Steffen Dominsky

Werkstätten dürften die SEPs („Luminoscope“) der belgischen Firma LET vermutlich kaum bekannt sein. Bei Autoherstellern, aber auch bei Institutionen wie dem TÜV Nord, genießen sie dank ihrer hohen „Lichtexpertise“ einen guten Ruf.
Werkstätten dürften die SEPs („Luminoscope“) der belgischen Firma LET vermutlich kaum bekannt sein. Bei Autoherstellern, aber auch bei Institutionen wie dem TÜV Nord, genießen sie dank ihrer hohen „Lichtexpertise“ einen guten Ruf. (Bild: Dominsky)

Nicht nur eigentlich ist es ein kleines Land. Dennoch hat es der Menschheit so sinnvolle oder besser gesagt schmackhafte Errungenschaften beschert wie z. B. Pommes Frites. Zudem weiß Belgien beim Bier und bei der Schokolade in Luxusform (Pralinen) mit Geschmack und Qualität zu punkten. Doch nicht nur in kulinarischen, auch in technischen Bereichen genießen belgische Produkte weltweit einen guten Ruf. Das gilt auch für einen kleinen, aber feinen Randbereich automobiler Werkzeugproduktion. Denn in Deinze, westlich von Brüssel, hat das Unternehmen LET seinen Sitz. Und dieses stellt seit Jahrzehnten exakt ein Produkt bzw. einen Produkttypen her: Scheinwerferprüf- und -einstellgeräte (SEPs).

Wie so oft beherrscht man das, was man regelmäßig tut, irgendwann ziemlich gut – man glänzt mit Expertise. Das gilt auch für LET. Verantwortlich dafür ist aber nicht der lange Zeitraum, über den hinweg das Unternehmen bereits SEPs baut. Vielmehr ist es die Tatsache, für wen es diese baut. Denn Kunden der Belgier waren bislang fast ausschließlich Autobauer. Damit ihre Produkte mit korrekt eingestellten Scheinwerfern vom Band rollen, vertrauen etliche von ihnen auf das Know-how des Anbieters aus Flandern. Aston Martin, BMW, Daimler, Ford, Opel, Renault/Dacia, Rolls-Royce, die Volkswagen-Gruppe, Volvo und andere setzen die Geräte des 1967 gegründeten Familienbetriebs bei der Beleuchtungskontrolle im Rahmen der Automobilproduktion ein („End-of-line-Kontrolle“).

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