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Scherer intensiviert Maserati-Engagement

Autor: Andreas Grimm

Nach guten Erfahrungen mit Maserati in Saarbrücken, hat die Scherer-Gruppe das Konzept auf den Standort Mainz übertragen. Dort ist das europaweit erste Maserati-Autohaus nach dem neuen Schauraummodell entstanden. Die Vorgaben hat Scherer gleich übererfüllt.

In Mainz wirbt neuerdings ein Maserati-Schauraum um die Gunst der zahlungskräftigen Kundschaft.
In Mainz wirbt neuerdings ein Maserati-Schauraum um die Gunst der zahlungskräftigen Kundschaft.
(Bild: Scherer-Gruppe)

Die Scherer-Gruppe hat im Mainzer Stadtteil Hechtsheim einen Maserati-Schauraum eröffnet. Damit baut der Mehrmarkenhändler, der sonst nur Fabrikate des Volkswagenkonzerns vertritt, sein Engagement für die italienische Premiummarke aus. Im April 2018 hatte Scherer in Saarbrücken erstmals Maserati dazu genommen.

Die Entwicklung in Saarbrücken war von Beginn an so positiv, dass bereits wenige Monate später die Entscheidung fiel, das Engagement auf Mainz auszudehnen. „Maserati in Saarbrücken entwickelt sich sehr gut“, bestätigte Unternehmenschef Christian Scherer auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Nach sechs Monaten Bauzeit hatte das neue Domizil der Italiener am Donnerstag, 24. Januar, nun Publikumspremiere mit 120 Gästen, darunter Maserati-Regionalchef Piergiorgio Cecco, Chefnetzentwickler Thomas Heinz und die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz.

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Erleichtert haben dürfte die Entscheidung für Mainz, dass der neuerliche Maserati-Invest, zu dessen Höhe das Unternehmen keine Angaben macht, dem Muster von Saarbrücken folgt. Entstanden ist der 320 Quadratmeter große Schauraum in einer insgesamt 400 Quadratmeter großen Bestandsimmobilie auf dem Gelände, auf dem die Scherer-Gruppe seit 2006 aktiv ist. An einem zweiten Standort in Mainz werden VW, VW Nutzfahrzeuge, Skoda und Seat vertrieben. Und wie in Saarbrücken besetzt Scherer für die Italiener einen Open Point – Mainz ist bislang der einzige Maserati-Stützpunkt in Rheinland-Pfalz. Ob er weiter in Maserati investieren wird, will Christian Scherer nicht ausschließen, doch „derzeit ist nichts geplant“.

Interessant findet der Unternehmenschef den Invest in die Premiummarke nicht zuletzt wegen der Zielgruppe, die sich von den bisherigen Kundenkreisen unterscheidet. Maserati ergänze letztlich das Portfolio. Von den reinen Stückzahlen her ist der Standort dagegen unbedeutend: Mit 35 Neuwagenverkäufen rechnet Scherer in diesem Jahr in Mainz – bei gut 15.000 Neuwagen in der ganzen Gruppe (laut IFA-Studie).

Erstmalige Umsetzung des Maserati-Schauraumkonzepts

Ein Stück weit neu ist der Maserati-Start für die Scherer-Gruppe dennoch. Denn in Mainz wurde erstmals in Europa das neue Schauraum-Konzept der Italiener umgesetzt, das in drei Größen abgestuft ist. In Mainz wurde das große Showroom Konzept umgesetzt, wobei die Mindestgröße von 380 Quadratmetern leicht übertroffen wurde. Zwei Mitarbeiter sind exklusiv für die Marke am Standort Mainz tätig, die Standort-Geschäftsführer Peter Germann aus den eigenen Reihen rekrutiert hat.

Der Verkaufsraum selbst, die „Maserati Boutique“, ist elegant eingerichtet. Sie bietet Raum für eine sehr individuelle und persönliche Beratung. Die Fahrzeuge können konfiguriert und digital erlebt werden. Materialmuster in der „Personalization Area“ helfen bei der Anpassung des Neuwagens an die Ansprüche der Kunden. Und natürlich sind alle aktuellen Modelle – Ghibli, Levante Q4, Quattroporte, Gran Turismo und Gran Cabrio – zu besichtigen.

Für Maserati-Deutschland-Chef Cecco war es im Vorfeld wichtig, die Präsenz der Marke an dem vakanten Standort durch eine gut strukturierte Handels- und Serviceorganisation weiter auszubauen. Sein Fabrikat will eigentlich wachsen, allerdings sank der Absatz im vergangenen Jahr um ein Sechstel auf 1.536 Neuwagen. Insgesamt gibt es derzeit 30 Maserati-Standorte, zwei davon betreibt die Scherer-Gruppe.

Daten zur Scherer-Gruppe

Zur Scherer Unternehmensgruppe gehören 32 Autohäuser an 20 Standorten in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, im Saarland und in Bayern. Hier werden die Marken Audi, VW, VW Nutzfahrzeuge, Porsche, Seat, Skoda, Maserati und MAN gehandelt und servicetechnisch betreut. Ergänzt wird das Angebot durch Tankstellen und eine Autovermietung.

Die Scherer-Gruppe gehört zu den größten Autohändlern in Deutschland. Laut einer Erhebung des Instituts für Automobilwirtschaft summiert sich der Umsatz im Jahr 2017 auf 773 Millionen Euro bei 29.453 Neu- und Gebrauchtwagenverkäufen. Die Scherer Unternehmensgruppe ist neben der Automobilbranche auch in der Bau- und Immobilienbranche tätig. Das 1937 gegründete rheinland-pfälzische Familienunternehmen beschäftigt über 1.900 Mitarbeiter.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«