Deutsche Autoindustrie Schlechte Stimmung, aber Hoffnung auf Nachholeffekte

Autor / Redakteur: dpa / Viktoria Hahn

Sowohl Autobauer als auch ihre Zulieferer spüren den erneuten Lockdown. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts. Bis Juni erwarten sich die befragten Unternehmen aber eine Verbesserung ihrer Lage.

Die Produktionserwartungen der Unternehmen stürzten im Dezember von minus 0,7 auf minus 20,6 Punkte.
Die Produktionserwartungen der Unternehmen stürzten im Dezember von minus 0,7 auf minus 20,6 Punkte.
(Bild: Daimler)

Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer laufen wieder schlechter. Bei der monatlichen Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts bewerteten sie ihre aktuelle Lage im Dezember mit minus 5,4 Punkten, nach plus 5,0 Punkten im November. „Die Zahl der Jobs wird sinken, der Indikator fiel leicht auf minus 35,2 Punkte“, teilten die Konjunkturforscher am Dienstag in München mit.

Das Ifo-Institut befragt die Unternehmen, ob sich ihre Lage und ihre Erwartungen im laufenden Monat gegenüber dem Vormonat verbessert oder verschlechtert hat. Der Indexwert gibt den Saldo der positiven und negativen Bewertungen an. Ein Indexwert von minus 100 würde heißen, 100 Prozent der Unternehmen bewertet die Lage schlechter, kein Unternehmen bewertet sie besser oder gleich wie im Vormonat.

Leichter Optimismus mit Blick auf das Frühjahr

Die Produktionserwartungen der Unternehmen stürzten von minus 0,7 auf minus 20,6 Punkte. Die Exporterwartungen verbesserten sich leicht auf minus 2,5 Punkte. Bis Juni erwarteten die Unternehmen aber eine Verbesserung ihrer Lage. Dieser Index stieg im Dezember von minus 1,6 auf plus 10,1 Punkte. Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe sagte: „Die Autobauer und ihre Zulieferer spüren den neuerlichen Lockdown, sie setzen aber auf Nachholeffekte.“

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