Licht-Test 2020 Schlechtere Sicht in Baden-Württemberg, aber längst nicht die schlechteste

Autor / Redakteur: Nick Luhmann / Doris Pfaff

Deutlich mehr Fahrzeuge wiesen beim diesjährigen Licht-Test in Baden-Württemberg Fehler an der Fahrzeugbeleuchtung auf. An anderer Stelle stellten die Prüfer aber noch viel mehr Autos mit Mängeln fest.

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Mehr als ein Viertel aller in Baden-Württemberg überprüften Fahrzeuge waren mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs.
Mehr als ein Viertel aller in Baden-Württemberg überprüften Fahrzeuge waren mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Mängelquote bei der Beleuchtung von Fahrzeugen in Baden-Württemberg hat sich in diesem Jahr gegenüber 2019 verschlechtert. Während sie bundesweit mit 28,7 Prozent auf Vorjahresniveau liegt, erhöhte sie sich im Südwesten von 25,4 auf 28,5 Prozent.

Allerdings schnitten die Autofahrer in Baden-Württemberg noch relativ gut ab. Mehr als 77 Prozent der überprüften Fahrzeuge in Berlin zeigten Mängel. Auch in Bremen fiel das Ergebnis mit fast 51 Prozent schlechter aus, in Hamburg waren fast 48 Prozent mangelhaft. Die wenigsten Mängel wiesen mit einer Quote von 18,2 Prozent die Fahrzeuge in Thüringen auf.

Die bundesweite Statistik zum Licht-Test 2020 des Kfz-Gewerbes.
Die bundesweite Statistik zum Licht-Test 2020 des Kfz-Gewerbes.
(Bild: ZDK)

Das zeigt die aktuelle Statistik zum seit 1956 jährlich durchgeführten Licht-Test des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Im Aktionsmonat Oktober wurden in diesem Jahr bundesweit rund fünf Millionen Fahrzeuge überprüft, davon hochgerechnet rund 800.000 in Baden-Württemberg. Bei knapp 16.000 Fahrzeugen erfassten die Werkstätten Mängel, welche statistisch ausgewertet wurden.

Kfz-Verband sieht Wichtigkeit des Licht-Tests bestätigt

Die Ergebnisse zeigten, wie wichtig der Licht-Test sei, so das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg. Bei über einem Fünftel der erfassten Fahrzeuge, 21,5 Prozent, waren ein oder alle Hauptscheinwerfer nicht in Ordnung. „Bei 9,7 Prozent war mindestens ein Scheinwerfer zu hoch eingestellt und damit Blendwerk“, sagt Michael Ziegler, Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg.

Knapp zehn Prozent seien zu niedrig eingestellt und sorgten für eine deutliche Einschränkung der eigenen Sicht. Ziegler: „Personen oder andere Hindernisse auf der Fahrbahn können so nicht rechtzeitig erkannt werden.“

Noch schlimmer seien komplett ausgefallene Scheinwerfer. Diese kämen zwar seltener vor, „doch wer so einen Schaden nicht beheben lässt, handelt grob fahrlässig und riskiert ein Bußgeld“, so Ziegler.

Bei 3,3 Prozent der im Rahmen des Licht-Tests 2020 erfassten Fahrzeuge war mindestens ein Scheinwerfer kaputt. Bei 1,3 Prozent sogar beide. Ebenso wichtig für die Sicherheit: die rückwärtige Beleuchtung. Im Südwesten war sie bei 5,4 Prozent der Fahrzeuge nicht in Ordnung. Bei 2,6 Prozent traf dies auf das Bremslicht zu.

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