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Schlingerkurs bei Tesla: Weniger Ladenschließungen, höhere Preise

| Autor / Redakteur: dpa/ys / Christoph Seyerlein

Tesla will nun doch weniger Stores schließen als vor zehn Tagen angekündigt. An der Tatsache, dass der Hersteller sparen muss, ändert sich aber nichts. Ein Mittel der Wahl sind nun einmal mehr Preiserhöhungen.

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Tesla will nun doch mehr Stores geöffnet lassen als vor Kurzem angekündigt.
Tesla will nun doch mehr Stores geöffnet lassen als vor Kurzem angekündigt.
(Bild: Tesla)

Tesla mildert den Plan ab, viele Läden nach einem Umstieg auf den ausschließlichen Online-Verkauf der Autos zu schließen. Da dadurch die Einsparungen niedriger als angepeilt ausfallen, soll es eine Preiserhöhung von im Schnitt drei Prozent geben, kündigte der Elektroauto-Hersteller am Montag an. „Wir werden nur etwa halb so viele Läden schließen, aber auch die Kostensenkungen sind dadurch nur in etwa halb so hoch.“

Die Kehrtwende folgt nur gut zehn Tage nach der Ankündigung von Firmenchef Elon Musk, den Vertrieb grundlegend umzukrempeln. Nichts verändern will der Hersteller an der Strategie, alle Verkäufe künftig nur noch online abzuwickeln. In den Läden solle den potenziellen Käufern nur gezeigt werden, „wie man binnen Minuten einen Tesla auf seinem Telefon bestellt“.

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Entgegen Musks Ankündigung vom 28. Februar soll es in den Stores aber weiterhin Fahrzeuge für Testfahrten geben. Und für Käufer, die sofort mit einem Tesla vom Hof fahren wollen, soll auch eine kleine Anzahl Fahrzeuge vorgehalten werden. Die neue Regelung, nach der man einen Tesla innerhalb einer Woche mit bis zu 1.600 gefahrenen Kilometern zurückgeben kann, gelte weiterhin.

Rund jeder zehnte Tesla-Laden ist jüngst bereits geschlossen worden, geht aus dem Blogeintrag des Herstellers von Montag hervor. Ein Teil davon solle nun wiedereröffnet werden, allerdings mit weniger Mitarbeitern. Etwa ein Fünftel der aktuellen Standorte stehe auf dem Prüfstand.

Höhere Preise für besser ausgestattete Autos

Musk hatte Ende Februar angekündigt, man wolle nur wenige Läden in guter Lage als Ausstellungsräume behalten. Laut Medienberichten stieß Tesla bei der Umsetzung des Plans aber auch auf Probleme mit den Vermietern der Ladenflächen. In Deutschland hat Tesla nach jüngsten Angaben 12 Stores und 7 Service-Center.

Die Preiserhöhungen würden vor allem die besser ausgestatteten und damit bereits teureren Varianten der Tesla-Fahrzeuge Model 3, Model S und Model X treffen, hieß es. Die Basis-Version des Hoffnungsträgers Model 3 werde in den USA weiterhin 35.000 Dollar vor Steuern und Elektroauto-Vergünstigungen kosten, betonte Tesla. Der Konzern hatte sie erst vor kurzem bestellbar gemacht, nachdem zunächst nur die lukrativeren teureren Varianten des Fahrzeug verkauft wurden, um die hohen Anlaufkosten der Produktion auszugleichen.

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