Schmierstoffe: Die schnelle Nummer

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Was im ersten Moment nach Aprilscherz klingt, hat das Zeug zur echten Revolution: Wenn es nach Castrol geht, benötigen Werkstätten für einen Ölwechsel künftig nur noch 90 Sekunden.

Öl-Ei des Kolumbus? Das Konzept „Nexcel“ von Castrol ermöglicht dank eines speziellen Containers einen kompletten Ölwechsel in 90 Sekunden.
Öl-Ei des Kolumbus? Das Konzept „Nexcel“ von Castrol ermöglicht dank eines speziellen Containers einen kompletten Ölwechsel in 90 Sekunden.
(Foto: Castrol)

Nicht jeder, der bei sportlicher Betätigung „Erster“ ausruft, zählt wirklich zu den Gewinnern. Anders die Situation im Service. Wer hier schnell ist, spart Zeit und somit Geld, ist also auf der Gewinnerseite. Zahlreiche Konzepte und Produktentwicklungen haben sich Fahrzeughersteller und Teileindustrie über die Jahrzehnte hinweg einfallen lassen, um Service- und Reparaturarbeiten effizienter ablaufen zu lassen – oft zur Freude der Kfz-Betriebe.

Beispiel Fahrwerk: Statt bei McPherson-Federbeinen mühevoll und lange Einzelteile zu erneuern, „schnippen“ freie Betriebe heutzutage einfach ein komplettes Federbein samt allem Drum und Dran ins Fahrzeug – fertig. Die Werkstatt profitiert, denn sie spart Zeit und kann die Arbeit und damit die Kosten besser kalkulieren. Sie benötigt weniger Spezialwerkzeuge und muss sich weniger Fachwissen aneignen. Sämtliche kfz-technische Bereiche haben sich weiterentwickelt. Wirklich sämtliche? „Nein“, sagt einer der ganze Großen im Schmierstoff-Business. „Ein Ölwechsel läuft seit mehr als einem Jahrhundert mehr oder weniger gleich ab“, behauptet Castrol.