Schmierstoffe: Unter dem Nullpunkt

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Früher verbrannten Zweitakter Motoröl in rauen Mengen und sorgten so für „dicke Luft“. Heute sind die Motoren so sauber wie nie, und plötzlich steigt der Einfluss des Schmierstoffs auf die Abgasqualität.

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Noch in der Konzeptphase: das geplante Stadtauto von Shell. Präsentiert wird es im November 2015.
Noch in der Konzeptphase: das geplante Stadtauto von Shell. Präsentiert wird es im November 2015.
(Foto: Shell)

Ölverbrauch ist bei modernen Motoren eigentlich kein Thema mehr. Auch wenn Kfz-Betriebe gerne einen Liter „Mitnahmeöl“ verkaufen und damit dem Kunden ein sicheres Gefühl vermitteln, dürfte es den meisten Autofahrern schwerfallen, diesen Liter während eines Wechselintervalls aufzubrauchen.

Aber minimale Mengen des Schmierstoffs finden eben doch ihren Weg in den Brennraum. Und in einer Zeit, in der die Rohemissionen der Motoren unter gesetzlichem Druck auf ein minimales Maß reduziert wurden, stört der Anteil des Motoröls am Schadstoffausstoß umso mehr. Dabei geht es vor allem um Partikel, also Ruß. Die gefährlichen lungengängigen Staubteilchen werden in der Euro-6-Norm gleich von zwei Seiten überwacht: in Sachen Gesamtmasse und in Sachen Anzahl. Und vor allem bei der Partikelanzahl lässt sich der Einfluss des Motoröls nicht übersehen: Er kann bis zu 40 Prozent betragen.