Schmolck-Gruppe bezieht Skoda-Neubau mit Leuchtturm-Funktion

Gebäude ist 16 Meter hoch

| Autor: Andreas Grimm

Der Mercedes- und Skoda-Händler Schmolck hat in Emmendingen einen Neubau mit einigen Besonderheiten für die tschechische Marke eröffnet.
Der Mercedes- und Skoda-Händler Schmolck hat in Emmendingen einen Neubau mit einigen Besonderheiten für die tschechische Marke eröffnet. (Bild: Schmolck)

Die Schmolck-Gruppe aus Emmendingen hat trotz der Corona-Widrigkeiten ihren Skoda-Neubau fertiggestellt. Obwohl die klassische Autohaus-Eröffnung wegen der derzeitigen Beschränkungen zunächst ausfällt, ist Firmenchef Bernhard Schmolck guter Dinge, dass der Neubau sein Familienunternehmen voranbringen wird. Das bisherige Absatzplus mit der Marke Skoda will er auf jeden Fall fortführen.

Auf etwa 2.000 Neuwagen ist der Mercedes-, Smart- und Skoda-Händler im letzten Jahr gekommen, davon trugen etwa 800 den Skoda-Pfeil. Schon in den beengten bisherigen Verhältnissen hatte das Verkaufsteam 2019 den Absatz um 150 Einheiten gesteigert, mit dem großzügigen Neubau sollen es – unter normalen Verkaufsbedingungen – nochmals deutlich mehr werden.

Für Skoda dürfte die agile Unternehmerfamilie ein Glücksgriff sein, denn als Schmolck vor fünf Jahren den Vertriebsvertrag mit Skoda unterzeichnete, war die Region im südlichen Schwarzwald fast noch Skoda-freie Zone. Schmolck begann umgehend mit dem Verkauf, wenn auch zunächst frei von CI-Vorgaben in Containern am Rande des 25.000 Quadratmeter großen Betriebsgeländes in Emmendingen. Unter anderem diesen Zustand galt es mit dem Neubau zu beenden.

Entstanden ist ein Multifunktionsneubau für 8 Millionen Euro, von dem insbesondere seine imposante Höhe von 16 Metern ins Auge fällt. Denn der Skoda-Showroom mit etwa 500 Quadratmetern nimmt zwar das Erdgeschoss ein, darüber befinden sich aber Sozialräume für die Angestellten sowie Büroräume. Und darüber wiederum erhebt sich ein automatisiertes Reifenlager der Gruppe mit Platz für 16.000 Räder. Die Reifensätze werden vollautomatisch nach der Demontage weitertransportiert, gewaschen und im Lager aufbewahrt. Das dahinter stehende System eines schwedischen Anbieters habe er auf der Automechanika entdeckt, berichtet Bernhard Schmolck.

Wegen des Lagers, und natürlich am Ende auch wegen Corona, hat sich die Bauzeit knapp vier Monate verzögert. Baustatische Neuberechnungen, Umplanungen „und die nachträglichen Wünsche der Bauherren“ waren laut Schmolck die Ursachen. Der Startschuss für den Neubau erfolgte vor etwa eineinhalb Jahren, die Planungen selbst begannen vor drei Jahren. Nun ist der Skoda-Vollfunktionsbetrieb auch Anlaufstelle für VW-Servicekunden und beherbergt zudem eine Bosch-Servicestation. Das Teilelager ist 350 Quadratmeter groß, die Werkstatt überspannt 800 Quadratmeter und verfügt über 14 Arbeitsplätze.

Showroom musste in die Höhe gestreckt werden

Architektonisch sei die Kombination aus Autohaus und Reifenlager eine Herausforderung gewesen, berichtet Bernhard Schmolck. Der Showroom selbst mit einer Höhe von sechs Metern musste optisch und CI-gerecht drei Meter in die Höhe gestreckt werden, damit ihn der Gesamtbaukörper nicht erdrückt. Im Zuge des Neubaus realisierte der Händler zudem ein E-Mobilitätskonzept auf dem Gesamtgelände, auf dem nun zehn E-Ladepunkte verteilt sind. Ebenfalls in die neue Marken-Repräsentanz integriert ist der Bereich für das Gebrauchtwagen-Konzept „Skoda Plus“.

Der Neubau ist dabei nicht nur zweckmäßig fürs Vertriebs- und Servicegeschäft, er ist vor allem zeitgemäß. Schmolck setzte eine energiesparende Bauweise nach KfW55 um, er produziert die nötige Energie über ein Blockheizkraftwert und Photovoltaik zu 90 Prozent selbst und auf dem Gelände sind 10 Ladepunkte für E-Autos verteilt. „Der Bau setzt Maßstäbe für Skoda“, sagt Firmenchef Bernhard Schmolck selbstbewusst. Mit der Ausstattung, aber auch der Kompetenz der Mitarbeiter hat sich das Unternehmen auch als eines von sieben deutschen Skoda-Kompetenzzentrum qualifiziert, an das sich andere Skoda-Partner bei sehr speziellen technischen Problemen für Hilfe wenden können.

In gewisser Weise ist der Skoda-Neubau, in dem vorerst 25 der insgesamt 300 Mitarbeiter für die tschechische Marke arbeiten, eine Zäsur für das Unternehmen. Denn dem Bau mussten die baulichen Überreste der historischen Keimzelle des Unternehmens, der Landmaschinen-Handel, weichen. Zudem wird die Marke Skoda federführend in der Familie von Sohn Pascal Schmolck verantwortet. Er vertritt die vierte Generation im Unternehmen und ist seit Februar Mitgeschäftsführer im Familienunternehmen. Ihm steht als Skoda-Verkaufsleiter Dirk Winkler zur Seite, der den Aufbau der Marke bei Schmolck bereits seit vier Jahren begleitet hat.

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