Automechanika Schnell abwehrbereit gegen Marder

Autor: Jan Rosenow

Stop & Go, der Spezialist für Marderabwehr, hat auf der Automechanika die neueste Generation seines Hochspannungssystems vorgestellt. Sein Vorteil: Es lässt sich deutlich schneller und flexibler montieren.

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Sari Melcher von Stop & Go zeigt die neueste Generation des Marderabwehrsystems: die Hochspannungsplatten lassen sich zusammenklappen und so besonders einfach montieren.
Sari Melcher von Stop & Go zeigt die neueste Generation des Marderabwehrsystems: die Hochspannungsplatten lassen sich zusammenklappen und so besonders einfach montieren.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Marderschäden sind nicht nur ärgerlich, sondern können auch ins Geld gehen. Denn neben den „normalen“ Strom- und Signalleitungen sowie Wasser- und Luftschläuchen gibt es eine neue Kabelklasse im Automobil, die den scharfen Zähnen der weit verbreiteten Raubtiere zum Opfer fallen können: die Hochvoltkabel in Elektro- und Hybridfahrzeugen.

Und während ein herkömmliches Auto nach einem Marderbiss in vielen Fällen weiterfahren kann, weil die Kabelseele unversehrt blieb oder der Kühlerschlauch das Wasser noch hält, ist das bei einem Elektroauto anders. Denn die Isolationswerte der Hochvoltkabel werden ständig überwacht; erkennen die Sicherheitssysteme auch nur die geringste Beschädigung der Isolierung, dann bleibt das Auto stehen.

Klapp und zu

Umso wichtiger ist die Marderabwehr in modernen Autos. Einer der Pioniere auf dem Gebiet, die Firma Norbert Schaub, hat auf der Automechanika in Frankfurt/Main die neueste Generation des Hochspannungs-Marderabwehrgeräts ihrer Marke Stop & Go vorgestellt. Ziel der Weiterentwicklung war es, den Werkstätten die Montage der Anlage zu erleichtern.

Die Wirkung des Geräts beruht auf Edelstahlplatten, die im Motorraum des Autos verteilt werden. Berührt der Marder diese Platten oder die daraus herausragenden Kontaktstifte, so bekommt er einen elektrischen Schlag. Die Kontaktplatten werden bei der herkömmlichen Bauweise auf ein zweipoliges Hochspannungskabel aufgeschoben und per Schrauben oder Schneidklemmen befestigt und angeschlossen. Die Nachteile dieser Bauart: Die Platten müssen auf das Kabel aufgeschoben werden, bevor es im Motorraum verlegt wird. Eine nachträgliche Veränderung der Anordnung oder eine Erweiterung um zusätzliche Platten ist sehr aufwendig.

Deshalb hat Stop & Go eine neue Kontaktplatte entwickelt, die sich aufklappen lässt und beim Zuklappen die elektrische Verbindung herstellt. Diese Teile lassen sich an einem bereits verlegten Kabel befestigen. Weitere Features: Zusätzliche Platten lassen sich einfügen, und es ist sogar eine Verlängerung des Kabels möglich, beispielsweise für Wohnmobile. Das neue Produkt ist ab 2022 erhältlich.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

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Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group