Autohaus Hermann Schnelltests sorgen für Sicherheit der Mitarbeiter

Autor Andreas Grimm

Der Schutz vor Covid-19-Ansteckungen am Arbeitsplatz rückt derzeit vermehrt in die Überlegungen zur Eindämmung der Pandemie. Schnelltests sind dafür ein wesentliches Mittel. Händler wie die Hermann-Gruppe werden nun aktiv.

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Corona-Schnelltests gelten als wirksames Mittel, Covid-19-Infektionen frühzeitig aufzuspüren und die Verbreitung des Virus zu stoppen. Nun werden auch Autohäuser selbst aktiv.
Corona-Schnelltests gelten als wirksames Mittel, Covid-19-Infektionen frühzeitig aufzuspüren und die Verbreitung des Virus zu stoppen. Nun werden auch Autohäuser selbst aktiv.
(Bild: Bosch Healthcare Solutions GmbH)

Die Hermanngruppe testet seit dem 8. März regelmäßig alle Mitarbeiter auf eine eventuelle Covid-19-Ansteckung. Reihum wird seither an den neun Standorten des Renault-, Dacia- und Ford-Händlers (inklusive des Gebrauchtwagenzentrums) einmal wöchentlich die Belegschaft während des laufenden Betriebs untersucht. Auch Mitarbeiter im Urlaub oder Homeoffice sind explizit eingeladen, sich im Untersuchungszeitraum an ihrem Arbeitsplatz testen zu lassen.

„Diese Schnelltests werden dankbar angenommen und geben den Kollegen und Kolleginnen eine gewisse Sicherheit“, berichtet Marketing-Leiter Matthias Oberhoff. Man wolle mit der Maßnahme im Ernstfall eine Infektion frühzeitig erkennen und eine Verbreitung des Covid-19 Virus in den Betrieben verhindert. Das Unternehmen hat zunächst 700 Schnelltests angeschafft, um die 230 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aller Standorte bis Ende März wöchentlich zu testen. Weiter 700 Schnelltest sind für den Monat April geordert.

Einen weiteren Vorteil der Testung am Arbeitsplatz sieht das Unternehmen in der fachlich richtigen Anwendung der Materialien. Dazu hatten zunächst Mitarbeiter des Roten Kreuz Northeim zwei Hermann-Mitarbeiter fachlich in der Durchführung von Schnelltests unterwiesen. Die wiederum testeten dann „unter Aufsicht“ die Northeimer Belegschaft. Nachdem sie nun ihren „Sachkunde-Nachweis“ erbrachten haben, testen sie nun das gesamten Hermann-Personal, sodass die richtige Anwendung der Tests sichergestellt ist. Sie werden in eigens in Teststationen umgerüsteten Verkaufsbüros an den Standorten durchgeführt.

Wolfgang Hermann vom Autohaus Hermann in Northeim legt großen Wert auf die Gesundheitsvorsorge: „Gesunde, motivierte und zufriedene Mitarbeiter erzielen auch überdurchschnittliche Leistungen“.
Wolfgang Hermann vom Autohaus Hermann in Northeim legt großen Wert auf die Gesundheitsvorsorge: „Gesunde, motivierte und zufriedene Mitarbeiter erzielen auch überdurchschnittliche Leistungen“.
(Foto: Archiv »kfz-betrieb«)

Die Hermann-Gruppe hat seit Langem ein Auge auf die Gesundheitsvorsorge für die Mitarbeiter. Seniorchef Wolfgang Hermann hat in den letzten Jahren mehrere Initiativen zur Gesundheitsvorsorge angestoßen, zuletzt etwa die Finanzierung einer privaten Zusatzkrankenversicherung für alle Mitarbeiter. Bereits 2015 hatte er gemeinsam mit der AOK die betriebliche Gesundheitsförderung begonnen. Das Ergebnis war die Auszeichnung des Unternehmens für ein nachweisbar erfolgreich eingeführtes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).

Hermann ist nicht der einzige Händler, der den Corona-Schutz in die eigenen Hände nimmt. Vor wenigen Wochen hatte etwa der VW-Händler Auto-Lindner aus dem Raum Salzburg angekündigt, mit Schnelltests für mehr Sicherheit bei Mitarbeitern und Kunden sorgen zu wollen. Auch die Österreicher testen seither einmal wöchentlich die Belegschaft, aber auch Mitarbeiter umliegender Betriebe.

VW testet im großen Stil

Im großen Stil steigt nun auch der Volkswagenkonzern in die Selbsttestung von Mitarbeitern ein. Der Autobauer kündigte an, allen Beschäftigten an den deutschen Standorten nach Ostern zwei Mal pro Woche einen Corona-Selbsttest zur Verfügung zu sellen Damit werde die bisherige Teststrategie um einen Baustein erweitert, teilte das Unternehmen mit.

Symbolischer Akt: Übergabe der ersten Antigen-Selbsttests an Beschäftigte der Komponentenfertigung in Halle 36a in Wolfsburg.
Symbolischer Akt: Übergabe der ersten Antigen-Selbsttests an Beschäftigte der Komponentenfertigung in Halle 36a in Wolfsburg.
(Bild: Volkswagen)

Die kostenlosen Schnelltests seien freiwillig und könnten unkompliziert selbst gemacht werden. Seit August 2020 hatte VW gemeinsam mit dem Klinikum Wolfsburg schon eigene PCR-Testkapazitäten an seinen deutschen Standorten eingerichtet.

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