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Schweizer Automarkt: Nur ein Fabrikat trotzt dem Negativtrend

Autor: Andreas Wehner

Während der deutsche Markt im September wieder zulegte, lagen die Pkw-Neuzulassungen in der Schweiz und in Liechtenstein um 11,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zwar hat sich der Rückgang zuletzt verlangsamt, doch die Corona-Krise zeigt nach wie vor ihre Auswirkungen. Ein deutsches Fabrikat legte allerdings zu.

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Der Automarkt in der Schweiz erholt sich nur langsam.
Der Automarkt in der Schweiz erholt sich nur langsam.
(Bild: Wehner/»kfz-betrieb«)

Auch nach neun Monaten liegen die Pkw-Neuzulassungen in der Schweiz und in Liechtenstein deutlich unter dem Vorjahreswert. Von Januar bis September wurden laut der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure (Auto-Schweiz) 163.556 Pkw neu registriert. Das entspricht einem Minus von 27,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Fabrikat trotzte dem Negativtrend jedoch: Porsche wurde im bisherigen Gesamtjahr mit 2.699 Fahrzeugen 8,1 Prozent mehr los als ein Jahr zuvor.

Insgesamt hatte sich der Rückgang, der vor allem auf den Corona-bedingten Lockdown im Frühjahr zurückzuführen ist, im dritten Quartal wieder deutlich verlangsamt. Im September lag der Pkw-Markt in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein mit 21.454 Einheiten noch 11,4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Dataforce gingen dabei die Neuzulassungen auf Privatkunden nur um 6,1 Prozent zurück, während die gewerblichen Neuregistrierungen stärker sanken. So lag der relevante Flottenmarkt mit 15,6 Prozent im Minus. Die Eigenzulassungen von Händlern und Importeuren gaben um 20,1 Prozent nach. Und bei den Autovermietern gingen die Neuzulassungen im September sogar um 31,5 Prozent zurück.

Nach Ansicht von Auto-Schweiz steuert der Markt auf das schlechteste Autojahr seit der Öl-Krise Mitte der 1970er zu. Der Verband erwartet, dass seine Krisenprognose von 240.000 Zulassungen für das Gesamtjahr angesichts der anhaltenden Auswirkungen der Coronakrise nur mit Mühe erreicht werden kann. Das entspräche dann einem Minus von 23 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019.

Plug-in-Hybrid-Marktanteil verfünffacht

Positiv entwickeln sich dagegen die Neuzulassungen elektrifizierter Modelle. Rein elektrische Autos legten seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,5 Prozent auf 11.169 Einheiten zu. Damit wuchs ihr Marktanteil von 3,9 auf 6,8 Prozent. Noch deutlicher war die Entwicklung bei den Plug-in-Hybriden: 8.029 Einheiten bedeuteten ein Plus von 238,3 Prozent. Ihr Marktanteil verfünffachte sich nahezu von 1,0 auf 4,9 Prozent. Hybrid-Fahrzeuge ohne externe Lademöglichkeit legten um 39,1 Prozent auf 19.694 Neuzulassungen zu. Ihr Marktanteil wuchs damit innerhalb eines Jahres von 6,3 auf 12,0 Prozent.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«