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Scout 24 bereit für Übernahme

Autor: Martin Achter

Der Kauf des Fahrzeugmarktplatzes Autoscout 24 mitsamt dem Mutterkonzern Scout 24 durch US-Finanzinvestoren ist ein Stück wahrscheinlicher geworden: Aufsichtsrat und Vorstand in München empfehlen den Aktionären, das Übernahmeangebot anzunehmen. Dafür gebe es gute Gründe.

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Vorstand und Aufsichtsrat der Autoscout-24-Mutter Scout 24 empfehlen den Aktionären, ihre Anteile zu verkaufen.
Vorstand und Aufsichtsrat der Autoscout-24-Mutter Scout 24 empfehlen den Aktionären, ihre Anteile zu verkaufen.
(Bild: Scout 24)

Die Übernahme des Fahrzeugmarktplatzes Autoscout 24 durch US-Investoren mitsamt der Muttergesellschaft Scout 24 ist in greifbare Nähe gerückt. Vorstand und Aufsichtsrat von Scout 24 empfehlen den Aktionären, das Übernahmeangebot aus dem Umfeld der Investoren Blackstone und Hellman & Friedman anzunehmen und diesen ihre Anteile zu verkaufen, wie Scout 24 am Mittwoch in München mitteilte. Die Gremien seien „nach sorgfältiger Überprüfung zu der Überzeugung gelangt, dass das Übernahmeangebot im besten Interesse des Unternehmens“ liege.

Der Kaufpreis in Höhe von 46,00 Euro je Scout-24-Aktie sei „angemessen“, erklärte die Münchner Gruppe. Das Unternehmen wird damit auf insgesamt rund 5,7 Milliarden Euro bewertet. Auch die von der Investorengruppe geäußerten Absichten hinsichtlich des weiteren Geschäftsbetriebs von Scout 24 seien positiv zu bewerten, „insbesondere die Absicht zur Errichtung einer strategischen Partnerschaft“ zwischen Unternehmen und Investoren.

Scout 24 hatte bereits im Februar das Übernahmeangebot begrüßt. In den vergangenen Wochen prüften Vorstand und Aufsichtsrat dann die Offerte unabhängig voneinander.

Potenzielle Investoren sind keine Unbekannten

Hellman & Friedman sind für die Scout-24-Gruppe keine Unbekannten. Die US-Investmentgesellschaft hatte 2013 rund 70 Prozent des Unternehmens von der Deutschen Telekom, der ehemaligen Eigentümerin, übernommen. Im Herbst 2015 erfolgt dann der Börsengang. Bis Frühjahr des vergangenen Jahres fuhr Hellman & Friedman dann seine Beteiligung auf null zurück.

Scout 24 ist im M-Dax notiert. Dieser umfasst die 50 größten börsennotierten deutschen Konzerne unterhalb des Leitindex Dax. Die Scout-24-Aktien sind heute praktisch vollständig in Streubesitz.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«