Seat Ateca: Locker zu 5.000 Vorbestellungen

Kundenbestellungen meist in der höchsten Ausstattung

| Autor: sp-x/gr

Seat hat den Ateca der Presse offiziell vorgestellt. Am 2. Juli steht er bei den Händlern.
Seat hat den Ateca der Presse offiziell vorgestellt. Am 2. Juli steht er bei den Händlern. (Bild: Seat)

Die SUV-Nachfrage bleibt heiß, wie das 40-prozenige Zulassungsplus für diese Fahrzeuge im Mai zeigt. Bislang konnten die Seat-Händler dieses Segment nicht bedienen, dabei ist inzwischen jeder achte Neuwagen ein SUV. Den strategischen Nachteil hat das spanische Fabrikat nun beseitigt. Spätestens ab dem 2. Juli steht das erste SUV der Spanier bei den Händlern: der Seat Ateca.

Die Reaktionen aus dem Markt lassen einen deutlichen Absatzschub erwarten: Mehr als 270.000 Fahrzeug-Konfigurationen des Ateca hat Seat Deutschland bereits im Internet gemessen. Noch erfreulicher sind die Vorbestellungen: Gut 5.000 Kunden bestellten den Neuling, bevor sie den Wagen live beim Händler in Augenschein nehmen konnten. Mehr als 70 Prozent der Bestellungen erfolgten zudem in der höchsten Ausstattungsreihe „Xcellence“.

Seat Deutschland selbst spricht angesichts dieser Werte schon von einem „Traumstart“, dabei ist der Ateca ein bisschen eine Mogelpackung. Der Name leitet sich von einer spanischen Gemeinde ab, das Fabrikat ist spanisch, der Hersteller betont in der Kommunikation die „starke Seat-DNA“ – und doch ist das erste Seat-SUV ein Tscheche. Gebaut wird der Ateca nämlich bei der Konzernschwester Skoda in Tschechien. Dem Kunden dürfte es letztlich letztlich egal sein. Die Qualität stimmt hier ebenso. Vielmehr freut er sich, dass die sportlich-spanische Marke überhaupt ein SUV im Programm hat. Lange genug hat es ja gedauert.

Wie gut diese Autogattung zu Seat passt, zeigt allein schon an den Vorabbestellungen. Nie zuvor in der Firmengeschichte von Seat Deutschland haben mehr als 5.000 Kunden „blind“ bestellt, ohne ihren neuen Wagen auch nur einen Meter bewegt zu haben. Das zeugt von viel Vertrauen in den Hersteller, einerseits. Und, mittlerweile weiß fast ein jeder: Seat bedient sich aus dem technischen Baukastensystem des Volkswagen-Konzerns. Mit anderen Worten: In jedem Ateca fährt auch ein Stück Golf oder Polo mit.

Und abgesehen von den bisherigen Vorbestellungen will Seat mit dem Ateca ordentlich Stückzahlen machen. Er sei ein „Baustein der Markenstrategie für nachhaltige, langfristige Profitabilität“, verkündete Seat-Chef Luca de Meo. Mehr noch: Der Ateca soll zur dritte Absatzsäule neben den Familien von Ibiza und Leon werden.

Optisch ein typischer Seat

Optisch zeigt sich der stolze Spanier betont kantig, ganz nach Art des Hauses, und erinnert in der Linienführung an den Léon. Als Besonderheit ließen sich die Designer LED-Tagfahrleuchten einfallen, die auch gleichzeitig die Funktion des Blinkers übernehmen. Und als sogenanntes „Welcome-Light“, schickt ein Lichtspot unter dem Außenspiegel Signatur und Namen des Autos auf den Straßenbelag, sobald man die Türen entriegelt hat.

Mit 4,36 Metern ist der Ateca so groß wie die erste Tiguan-Generation und will vor allem der asiatischen und französischen Konkurrenz Paroli bieten. „Wir zielen hauptsächlich auf den Nissan Qashqai“, sagte Ulrich Selzer, Vertriebschef von Seat weltweit. Deshalb beginnt der Preis des kompakten Spaniers auch bei Qashqai-kompatiblen 19.990 Euro.

Die Basis allerdings werden sich die wenigsten Kunden leisten. Karge Kassenmodelle sind unbeliebt. Lieber gilt ein „Wenn schon, denn schon“. Erwähnt sei der Einstiegs-Ateca dennoch, der erst zum Jahresende verfügbar ist. Unter seiner Haube werkelt ein kleiner Dreizylinder-Benziner mit 115 PS, den Seat Entwicklungschef Matthias Rabe ohne flaues Gefühl im Magen freigegeben hat. „Der kleine TSI ist mit dem Ateca in keiner Weise überfordert“, so Rabe.

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