Seat Ateca startet bei 19.990 Euro

Autor: Christoph Seyerlein

Seat peilt in diesem Jahr in Deutschland einen Neuwagenabsatz von über 100.000 Modellen an. In der zweiten Jahreshälfte soll das erste SUV der Spanier entscheidend dazu beitragen.

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Mitte des Jahres kommt der Ateca zu den Seat-Händlern.
Mitte des Jahres kommt der Ateca zu den Seat-Händlern.
(Foto: Seyerlein)

Seat bringt sein erstes SUV-Modell Ateca zu einem Einstiegspreis von 19.990 Euro auf den Markt. Wie Bernhard Bauer, Geschäftsführer von Seat Deutschland, am Rande des Automobilsalons in Genf bestätigte, soll das Modell bis Ende Juni, spätestens aber Anfang Juli in den Autohäusern stehen.

„Wir planen für den Ateca einen relativ aggressiven Einstieg in den Markt“, sagte Bauer. Die Einführung des Modells starte mit dem Autosalon in Genf. Noch in dieser Woche schaltet Seat einen TV-Werbespot, an dessen Ende der Ateca eine Rolle spielen wird. Auch der Vorverkauf soll in diesen Tagen anlaufen.

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In den kommenden Wochen setzt Seat zudem auf einen „24/7-Showroom“. Kunden sollen sich in einem solchen „Livestore“ rund um die Uhr und mit Unterstützung moderner Medien wie etwa einer Google-Brille auch online von den Vorzügen des Ateca überzeugen können.

Absatzmäßig erhofft sich Bauer vom Ateca einen weiteren Schub für die VW-Tochter. „Wenn ich unseren Marktanteil von drei Prozent auf das SUV-Segment übertrage, bin ich bei rund 14.000 Modellen im Jahr.“ Er sehe aber durchaus noch größeres Potenzial, eine Nachfrage nach 15.000 bis 20.000 Autos im ersten vollen Jahr sei seiner Meinung nach durchaus möglich, so Bauer. „Die Frage ist, ob wir dann auch so viel liefern können“, schränkte er allerdings ein.

Seat sieht großes Eroberungspotenzial

Potentielle Kunden für das SUV will Seat hauptsächlich von Konkurrenzmarken im Segment erobern. „Sicherlich werden ein paar Käufer auch vom Leon kommen, da machen wir uns nichts vor“, sagte Bauer. Der größte Teil soll aber von außen kommen, beispielsweise soll der Ateca dem Nissan Qashqai, dem Kia Sportage, dem Hyundai Tucson und dem Renault Kadjar Interessenten abjagen. Prinzipiell bestehe großes Eroberungspotential, da der Ateca keinen Vorgänger habe, so Bauer.

Vorteile gegenüber der Konkurrenz sieht der Geschäftsführer von Seat Deutschland in der Raumausnutzung. Der Ateca biete mit 510 Litern ein großes Kofferraumvolumen ohne damit den Komfort der Mitfahrer auf der Rückbank einzuschränken. Außerdem soll die Ausstattung Kunden vom Seat-SUV überzeugen. So biete der Ateca einige Funktionen, die es sonst bislang nur in der Oberklasse gebe, beispielsweise einen Stauassistenten oder eine Ladeschale für Smartphones.

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Bauer bestätigte zudem, dass der Ateca nicht das einzige SUV bei Seat bleiben wird. Ein kleineres Modell werde kommen, einen Zeitrahmen wollte er allerdings noch nicht nennen. „Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal voll auf den Ateca“, sagte Bauer.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«