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Seat-Auslieferungen steigen um 17 Prozent

| Autor: Andreas Grimm

Die bisher gute Autokonjunktur in Europa hat den spanischen Hersteller auf einer Erfolgswelle getragen. Derzeit steuert Seat auf einen Absatzrekord zu. Doch für das vierte Quartal gibt es Fragezeichen.

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(Foto: Grimm)

Seat steuert in diesem Jahr scheinbar unaufhaltsam auf einen Absatzrekord zu. Nach drei Quartalen hat die spanische Marke weltweit 415.600 Fahrzeuge ausgeliefert. Das ist ein Plus von 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In ihrem bislang besten Verkaufsjahr 2000 hatte die Marke in den ersten drei Quartalen 394.400 Neuwagen verkauft.

Mit der aktuellen Entwicklung setzt Seat den Aufwärtstrend der Vorjahre fort. Vergangenes Jahr war der Seat-Absatz bereits zweistellig gewachsen: In den ersten drei Quartalen 2017 setzte die Marke weltweit 354.900 Neuwagen ab (+13,4 %).

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Die Erfolgsgeschichte wäre wohl noch deutlich beeindruckender ausgefallen, würden die Spanier nicht wie alle Volkwagenkonzernmarken mit den Auswirkungen der Umstellung auf den Prüfzyklus WLTP kämpfen. Dadurch waren im September die weltweiten Auslieferungen um 20,6 Prozent auf 31.600 Fahrzeuge gesunken.

Für den restlichen Jahresverlauf wird es nun einerseits darauf ankommen, ob das Fabrikat die WLTP-Homologation schnell bekommt und andererseits, wie sich die Neuwagennachfrage generell entwickelt. Zuletzt hatten Experten immer wieder auf einen möglichen Abschwung angesichts allgemeiner Marktsättigung und wachsender wirtschaftlicher Risiken hingewiesen. Zudem stehen die Seat-Partner derzeit in Verhandlungen über neue Vertriebs- und Serviceverträge – zumindest im Hauptmarkt Deutschland sind viele Partner darüber nicht erfreut.

Erheblich profitiert hat Seat von der bisherigen Aufwärtsentwicklung der Märkte in Europa, wo Seat immerhin 85 Prozent seiner Produktion verkauft. In Europa wiederum stützt sich der Absatz vor allem auf die Märkte Deutschland und Spanien, die beide um die Krone des wichtigsten Absatzmarktes konkurrieren. Derzeit hat Deutschland mit 90.400 ausgelieferten Fahrzeugen (+22,8 %) im laufenden Jahr die Nase vorn. Spanien folgt mit 85.900 Auslieferungen (+16,5 %).

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Befeuert wird der Absatzzuwachs von Seat weiterhin durch die Einführung von SUV-Modellen. Nach der Einführung des Mittelklasse-Modells Ateca Ende 2016 startete in diesem Jahr der Baby-SUV Arona durch und führte den Seat-Händlern nochmals neue Kunden zu. Mit dem Tarraco steht nun der dritte SUV bereit. Der Siebensitzer schließt eine weitere Lücke, wenn sie auch nicht so volumenstark sein wird wie die SUV-Brüder.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«