Seat-Händlerverträge bleiben unangetastet

Autor: Andreas Grimm

Eigentlich klingt das Statement von Seat-Geschäftsführer Bernhard Bauer eindeutig: Die Seat-Händlerverträge werden nicht gekündigt. Doch die intern getroffene Aussage will der Importeur so offiziell nicht bestätigen.

(Bild: Achter / »kfz-betrieb«)

Das deutsche Seat-Händlernetz steht aktuell nicht vor einer Kündigung. Am Montag hatte der Geschäftsführer von Seat Deutschland, Bernhard Bauer, auf einer Händlertagung in Leipzig gesagt, dass die Vertriebsverträge nicht gekündigt werden. „Er hat das von sich aus und nicht einmal auf Nachfrage ganz klar ausgesprochen“, heißt aus Kreisen der Teilnehmer. Auf der Importeursveranstaltung waren rund 250 Händler anwesend, die einen Großteil des Seat-Netzes repräsentieren.

„Wir freuen uns, dass eine Kündigung nicht notwendig ist“, hieß es dazu offiziell vom Seat-Händlerbeirat. Die Händler seien aufgrund der Aussage zufrieden und beruhigt. Die Berichte über die Kündigungen der VW- und Skoda-Netze hatten zuvor für Unruhe gesorgt, schließlich stammt der Seat-Vertrag aus dem Jahr 2003. Die „grundsätzlichen Veränderungen im Automobilvertrieb“ der letzten Jahre gelten als ein Grund für die Kündigungen bei den anderen VW-Konzernmarken.

Auf Nachfrage von »kfz-betrieb« positioniert sich Seat Deutschland allerdings weniger eindeutig. „Wir haben bestehende Verträge mit unseren Partnern. Weitere Informationen können wir Ihnen hierzu nicht geben“, heißt es wenig erhellend von der Pressestelle. Dass Verträge existieren stand und steht schließlich nicht infrage.

Insbesondere ist Seat Deutschland aber den konkreten Nachfragen ausgewichen, auf welchen Zeitraum sich der Kündigungsverzicht bezieht, ob es sich um eine persönliche Aussage von Bernhard Bauer oder Seat Deutschland handelt, und ob der Fortbestand der Verträge in Rücksprache mit dem Volkswagenkonzern zugesagt wurde.

Letzteres ist insofern interessant, da auch Skoda Auto Deutschland dem Vernehmen nach notwendige Anpassungen der Verträge wie in der Vergangenheit in Abstimmung mit dem Händlerverband, aber ohne Kündigung umsetzen wollte. Offenbar hatte Wolfsburg aber eine andere Sicht auf die angemessene Vorgehensweise.

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«