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Seat ist 2019 connected und elektrifiziert

| Autor: Andreas Grimm

In den kommenden Jahren hat Seat viel vor. Die Marke will im Bereich der Konnektivität führend werden und den Einstieg in die E-Mobilität geschafft haben. Einen Blick in die Zukunft gestattet Seat derzeit auf dem Mobile World Congress.

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Seat baut seine Angebote im Bereich der Konnektivität drastisch aus.
Seat baut seine Angebote im Bereich der Konnektivität drastisch aus.
(Foto: Seat)

Seat nutzt den Mobile World Congress direkt vor der eigenen Haustüre in Barcelona, um die Zukunft der Marke im Bereich Digitalisierung und Konnektivität zu skizzieren. Den entscheidenden Sprung in der Entwicklung will Seat-Chef Luca de Meo bereits 2018 oder 2019 in den Produkten der Marke schaffen.

Seat werde zum Pionier im Bereich der Fahrzeug-Konnektivität, verdeutlichte de Meo auf dem Mobile World Congress. „Das Ziel von SEAT ist es, führend im Bereich von Technologien zu werden, die es uns erlauben, eine Nutzererfahrung zu erschaffen, die einfach, connected und individuell ist“, sagte er.

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Unter den in Barcelona vorgestellten Neuheiten zeigt Seat ein erweitertes Konzept zur vorausschauenden Navigation zu finden. Im Gegensatz zu Echtzeitnavigation sagt dieses System Staus voraus, bevor sie entstehen und empfiehlt alternative Routen. Das System, an dem das Unternehmen arbeitet, vergleicht Verkehrsdaten in Echtzeit mit Faktoren wie Schulzeiten, Wetterbedingungen oder erhöhtem Verkehrsaufkommen bei Großevents.

Die bevorstehenden technologisch-digitalen Sprünge sollen die Käufer von heute allerdings nicht abhalten, Neuwagen zu kaufen. Daher will Seat im der zweiten Jahreshälfte ein Nachrüstgerät, den Seat Dongle, auf den Markt bringen. Mit ihm sollen Bestandsfahrzeuge auf die angebotenen Connected Services zugreifen können. Über die ODB-Schnittstelle kann der Dongle auf Fahrzeugdaten zugreifen und sie an ein Smartphone schicken. Auf diesem Weg kann der Fahrer dann mit dem Fahrzeug via App interagieren.

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Neben Connected Cars präsentiert Seat auf dem Mobile World Congress seine Vorbereitungen zum Einstieg in die E-Mobilität. In Barcelona ist eine Seat-Flotte mit zehn Elektro-Versionen des Kleinwagens Mii unterwegs. Das Fahrzeug soll es ermöglichen, „die Funktion von elektrischer Antriebstechnologie im Carsharing Betrieb zu testen. Das heißt nicht, dass dieses Auto unser erstes elektrisches Modell sein wird, aber es ist das ideale Fahrzeug, um diese Tests in Barcelona durchzuführen“, sagte de Meo. 2019 soll das erste Elektromodell von Seat in Europa verkauft werden.

Damit die Ideen und Vorhaben auch gelingen, nimmt Seat im April das Metropolis-Lab Barcelona in Betrieb. Es ist nach den fünf IT-Labors in Wolfsburg, Berlin, München und San Francisco das sechste internationale Forschungszentrum dieser Art im VW Konzern. Auch Skoda hatte vor einigen Monaten sein Digital-Labor in Betrieb genommen.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«