Seat legt für 2019 Rekordbilanz vor

Deutschland spielt wesentliche Rolle

| Autor: Andreas Grimm

(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Die Aufwärtsentwicklung von Seat hat sich im Jahr 2019 fortgesetzt. Wie die Volkswagen-Konzerntochter mitteilte, legten die Kennziffern Absatz, Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr deutlich zu. Einen erheblichen Beitrag zu der Entwicklung leistete das Seat-Geschäft in Deutschland.

Den Angaben zufolge verbuchte die Seat S.A. im Bilanzjahr 2019 einen Gewinn von 346 Millionen Euro nach Steuern. Das ist ein Anstieg um 17,5 Prozent im Vergleich zum Ergebnis für das Jahr 2018. Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt ein steigender Umsatz: Er kletterte um 11,7 Prozent auf 11,157 Milliarden Euro. „Das Ergebnis aus dem Jahr 2019 bildet ein stabiles Fundament für die langfristige Zukunft unseres Unternehmens“, sagte der kommissarische Vorstandsvorsitzende von Seat, Carsten Isensee laut Pressemitteilung.

Zum Umsatzanstieg beigetragen hat nicht zuletzt die auf 574.078 Fahrzeuge gestiegene Zahl der Auslieferungen (+10,9 %). Die positive Ergebnisentwicklung ist wiederum auf die Vermarktung von Fahrzeugen mit höheren Bruttogewinnen zurückzuführen. 2019 erhöhte sich der durchschnittliche Ertrag um 4,2 Prozent auf 15.050 Euro pro Fahrzeug (2018: 14.450 Euro). Wichtiger Treiber sind dabei die drei SUV-Baureihen Arona, Ateca oder Tarraco, die zusammen 44 Prozent des Absatzes bestreiten. Ein weiterer Umsatztreiber ist die Submarke Cupra, die 24.662 Einheiten verkaufte (+71,8 %).

Wichtigster Absatzmarkt für Seat ist inzwischen Deutschland, wo laut dem Kraftfahrt-Bundesamt knapp 139.000 Fahrzeugen zugelassen wurden (+13,8 %). In Spanien wurde Seat 107.954 Fahrzeuge los (+0,2 %). Dynamischer wächst dagegen der Absatz auf dem drittgrößten Markt, dem Vereinigten Königreich, wo Seat mit 68.822 verkauften Einheiten (+9,5 %) einen neuen Höchststand erzielte. Zudem legte Seat in außereuropäischen Märkten deutlich zu – gemäß der globalen Wachstumsstrategie des Fabrikats. Wichtigster Markt ist dabei Mexiko, wo Seat 24.314 Fahrzeuge verkaufte (+5,4 %).

Für das laufende Jahr blickt die Seat-Führung vorsichtig nach vorne. „2020 werden wir sehr hart arbeiten und uns unterschiedlich gearteten Herausforderungen stellen, mit denen sich unser Unternehmen konfrontiert sieht“, sagte Isensee. Zu den bevorstehenden Herausforderungen zählen die Entwicklung von Elektrofahrzeugen, die Reduktion von Emissionen, der Mobilitätswandel, der Kampf gegen den Klimawandel sowie eine ungünstige gesamtwirtschaftliche Situation, die durch die ernstzunehmenden Auswirkungen des Coronavirus ausgelöst wurde. Das Virus zwang Seat bereits dazu, einen Teil seiner Belegschaft in Kurzarbeit zu schicken.

Immerhin werden die finanziellen Folgen zunächst etwas abgemildert. Der Autobauer zahlt seiner Belegschaft, knapp 15.000 Mitarbeitern, eine Erfolgsbeteiligung von 1.550 Euro aus. Das sind 250 Euro mehr als im Tarifvertrag vereinbart und ist die höchste jemals ausbezahlte Erfolgsbeteiligung des Autobauers.

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