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Seat schafft Rekordabsatz im ersten Halbjahr

| Autor: Andreas Grimm

Moderne Produkte und eine boomende europäische Neuwagen-Nachfrage spielen Seat in die Karten. Der Verkauf hat die alte Bestmarke aus dem Jahr 2000 übertroffen. Eine Trendwende ist kurzfristig eher unwahrscheinlich.

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(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Seat schickt sich an, in diesem Jahr das beste Absatz-Ergebnis aller Zeiten zu erzielen. Zumindest für das erste Halbjahr melden die Spanier einen historischen Bestwert. Von Januar bis Ende Juni summierten sich die Auslieferungen des Fabrikats auf 289.900 Fahrzeuge, das sind 17,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Dabei ist das Fabrikat seit Jahren auf Wachstumskurs. Für die Einstellung des Bestwerts aus dem Jahr 2000 hatte es bislang aber nicht gereicht. Nun trägt die Modelloffensive mit der Erneuerung der bisherigen Produkte (Ibiza, Leon) und zusätzlicher SUV-Modelle (Arona, Ateca) auch in dieser Hinsicht Früchte. Der bisherige Bestwert für das erste Halbjahr lag bei 278.500 Fahrzeugen.

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Ob der Vorsprung von 11.400 Fahrzeugen auch zum Jahresende für einen Rekord reicht, wird sich zeigen, doch die Vorzeichen sind gut. „Im ersten Halbjahr 2018 beschleunigte sich das Wachstum weit über unsere ursprünglichen Erwartungen hinaus“, stellte Seat-Vertriebsvorstand Wayne Griffiths fest.

Da im zweiten Halbjahr nun auch noch der Cupra Ateca sowie der große SUV Tarraco das Portfolio erweitern, bieten sich für das Fabrikat und seine Händler zusätzliche Angriffspunkte im Verkauf und für die Ansprache neuer Zielgruppen. Dazu kommen Nischenangebote wie der Seat Arona TGI, der laut dem Importeur der „erste mit CNG betriebene SUV“.

Die Kehrseite des Erfolgs sind allerdings Lieferschwierigkeiten bei einzelnen Modellvarianten, die bis zu einem Jahr und mehr anhalten können. Hier könnte die fehlende schnelle Verfügbarkeit dem Wachstum ebenso Grenzen setzen wie die Umstellung der Verbrauchswerte auf die Zulassungsnorm WLTP. „Wie jeder andere Automobilhersteller werden wir uns aber auch mit den möglichen Auswirkungen auseinandersetzen müssen“, sagte Griffiths laut einer Seat-Mitteilung.

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Davon abgesehen steht der Aufschwung von Seat auf einem stabilen Fundament. Neben den modernen Produkten kann die Marke derzeit auf zahlreiche Boom-Märkte in Europa bauen und erweitert zugleich international ihre Stellung. So stiegen die Verkäufe in Spanien um 14,9 Prozent auf 62.200 Einheiten. Zweitgrößter Markt ist Deutschland mit 57.200 Einheiten (+17,7 %) vor Großbritannien (35.900 Einheiten / +21,7 %) und Frankreich (15.800 Einheiten / +18,7 %).

Der am stärksten wachsende außereuropäische Markt ist derzeit Algerien. Dort stieg der Absatz im ersten Halbjahr um das Elffache – von 1.000 auf 11.400 Neuwagen.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«