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Seat-Strategiechef koordiniert künftig Lobby-Arbeit

Autor: Andreas Grimm

Im Zuge des Vorstandsumbaus bei Seat übernimmt der bisherige Strategiechef Josep Maria Recasens weitere Aufgaben. Er ist künftig zuständig für die „institutionellen Beziehungen“ des Autobauers.

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Seat Strategiechef Josep Maria Recasens wird künftig auch für die institutionelle Beziehungen des Herstellers zuständig sein.
Seat Strategiechef Josep Maria Recasens wird künftig auch für die institutionelle Beziehungen des Herstellers zuständig sein.
(Bild: Seat)

Die Neuordnung der Seat-Führungsetage geht weiter. Wie der Hersteller am Mittwoch mitteilte, übernimmt Strategiechef Josep Maria Recasens zusätzlich ab dem 1. November die Aufgabe als oberster Lobby-Koordinator des spanischen Autobauers. Die Funktion des „Leiters für institutionelle Beziehungen“ hatte zuletzt Kommunikationschef Christian Stein inne, der zu Renault gewechselt ist.

In seiner neuen Position soll Recasens insbesondere die Elektromobilitätsstrategie des Unternehmens weiterentwickeln. Bis 2025 will Seat in diesem Bereich rund fünf Milliarden Euro investieren. Recasens soll nun „die Beziehungen mit allen Stakeholdern des Unternehmens stärken und die globale Positionierung des Unternehmens ausgebauen“, heißt es in einer Mitteilung. Priorität habe in den kommenden Monaten, „durch Kooperationen mit führenden Unternehmen in anderen Sektoren die Elektrifizierung Spaniens zu fokussieren“.

Recasens ist Wirtschaftsingenieur und auf Industrieorganisation spezialisiert. Er hat die Stationen seiner beruflichen Karriere mit Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung sowie Führungsfunktionen bei Seat durchlaufen. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Leitung internationaler Projekte und ist seit 2016 bereits als Director of Strategy für Seat tätig.

Christian Stein hatte die Aufgabe als Leiter für institutionelle Beziehungen vor zwei Jahren zusätzlich zu seiner Funktion als Kommunikationsdirektor übernommen. Diese Aufgabe hatte er seit 2015 inne. Ende September war bekannt geworden, dass er seinem früheren Vorstandschef Luca de Meo zu Renault folgt.

Bei den Franzosen wird Stein künftig als Direktor für Markenkommunikation tätig sein. Die Zusammenlegung der Verantwortung für die Kommunikation und die institutionellen Beziehungen hatte de Meo vor zwei Jahren noch als „logische strategische Entscheidung“ bezeichnet.

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 Andreas Grimm

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«