Seat-SUV Tarraco lässt den Genfer Salon aus

Name des dritten SUV-Modells ist ermittelt

| Autor: Andreas Grimm

Viel sieht man noch nicht vom großen Seat-SUV. Klar ist nun allerdings, dass er Tarraco heißen wird.
Viel sieht man noch nicht vom großen Seat-SUV. Klar ist nun allerdings, dass er Tarraco heißen wird. (Bild: Seat)

Das dritte SUV von Seat, das als neues Flaggschiff der Spanier noch in diesem Jahr starten soll, wird den Namen Tarraco tragen. Zur Namensfindung trugen laut dem Autobauer 146.124 Seat-Fans bei, die mithalfen, den Namen in einem mehrstufigen Prozess zu finden. Auf das Auto selbst muss die Öffentlichkeit allerdings noch warten. In Genf steht der Konzernbruder des Skoda Kodiaq jedenfalls noch nicht.

Tarraco ist der erste Name eines Seat, der durch eine öffentliche Abstimmung ausgewählt wurde. Ansonsten bleibt sich das Fabrikat allerdings treu: Die Modelle der Spanier sind nach spanischen Ortschaften benannt. In dieser Tradition, die 1982 mit dem Seat Ronda begann, ist der Tarraco der 14. Vertreter.

Allerdings handelt es sich bei Tarraco nicht um einen aktuell gebräuchlichen Namen. Tarraco ist vielmehr die römisch-historische Bezeichnung für das heutige Tarragona. Die katalanische Hafenstadt gilt als die älteste römische Siedlung auf der iberischen Halbinsel und war einst Hauptstadt der römischen Provinz Hispanien.

Während über die Geschichte des Namens viel bekannt ist, liegt die Zukunft des Tarraco im Dunkeln. Seat hält sich mit weitergehenden Informationen zu dem großen SUV noch zurück. Außer dem Namen und einer abgedunkelten Computeranimation lassen die Spanier nicht viel heraus. Am meisten überrascht, dass das Modell trotz des Marktstartes in spätestens neun Monaten nicht in Genf steht, wie Seat-Sprecherin Melanie Stöckl auf Anfrage mitteilte. Seat werde sich in Genf auf die neue Submarke Cupra konzentrieren.

Aufbau auf der Kodiaq-Plattform

Andererseits dürfte sich der Seat Tarraco an die technischen Daten seines Technikbruders Kodiaq anlehnen, den bisherigen Konzerngepflogenheiten gemäß knapp hinter dessen Abmessungen zurückbleiben. Das heißt bei einer Länge von rund 4,7 Metern wird er knapp 2.000 Liter Kofferraumvolumen haben sowie als Fünf- und Siebensitzer erhältlich sein. Für die Motorisierung wird Seat ins Konzernregal greifen und Benziner mit 1,4 und 2,0 Litern Hubraum in einem Leistungsspektrum von 92 kW/125 PS bis 162 kW/220 PS anbieten. Als Diesel kommen die 2,0-Liter-Aggregate mit 110 kW/150 PS oder 140 kW/190 PS in Frage.

Die Namensfindung startete im Juni 2017 unter der der Social-Media-fähigen Bezeichnung „#SEATseekingName“. Auf einer Webseite konnten die Teilnehmer ihre Vorschläge gemäß einiger Vorgaben einbringen, aus denen eine Kommission dann eine Vorauswahl traf, die dann wiederum auf der IAA in Frankfurt vorgestellt wurde. Nach der Prüfung der Favoriten anhand linguistischer und rechtlicher Kriterien sowie einiger Markttests gingen vier Namen in die Endrunde der öffentlichen Abstimmung.

Neben Tarraco standen drei weitere Ortsnamen zur Wahl. In der Endausscheidung erhielt Tarraco 35,5 Prozent der Stimmen. Dahiner folgten die Alternativen Avila (28,7 %), Aranda (26,9 %) und Alboran (8,8 %).

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