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„Segen für Deutschland“: Politik und Experten geraten bei Tesla ins Schwärmen

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Das Bundeswirtschaftsministerium und mehrere Wirtschaftsexperten erwarten, dass Teslas geplante Fabrik in Grünheide auch Schwung in andere Projekte bringen kann. Tesla könne damit „nicht nur den deutschen Automarkt aufmischen“, sagte etwa Staatssekretär Thomas Bareiß.

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So stellt sich Tesla sein Werk in Grünheide vor.
So stellt sich Tesla sein Werk in Grünheide vor.
(Bild: Tesla)

Die Bundesregierung und führende Wirtschaftsexperten erwarten mit der Ansiedlung des US-Elektroautobausers Tesla in Grünheide bei Berlin Schwung für andere Großbauprojekte. Das Tempo, mit dem Tesla sein neues Werk baue, habe Vorbildcharakter für andere Großbauprojekte, sagte Thomas Bareiß (CDU), Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, dem „Handelsblatt“.

Sollte die endgültige Baugenehmigung tatsächlich im November 2020 erfolgen, sei die Verfahrensdauer mit gerade mal zwölf Monaten „mehr als rekordverdächtig“. Tesla könne damit „nicht nur den deutschen Automarkt aufmischen“, sondern auch den Standort Deutschland in Sachen Genehmigungsverfahren für Industrieanlagen revolutionieren.

„Unsere Zulieferer werden mitgezogen und auch die Autobauer“

Führende Wirtschaftsexperten sehen das ähnlich. Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, Michael Hüther, spricht von einer „Signalwirkung“. Die zügigen Baufortschritte in Grünheide seien „ein großartiges Beispiel dafür, wie eine kluge und frühzeitige Abstimmung nach einer Grundsatzentscheidung Planung und Umsetzung beschleunigen kann“, sagte Hüther dem Blatt.

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer spricht von „Entwicklungshilfe“, die Tesla Deutschland gebe. „Unsere Zulieferer werden mitgezogen und auch die Autobauer“. Das Projekt sei „ein Segen für Deutschland“. Ein Scheitern wäre eine „Riesenblamage“.

Tesla will in Grünheide von Sommer 2021 an rund 500.000 Fahrzeuge im Jahr bauen, geplant sind etwa 12.000 Arbeitsplätze. Tesla-Chef Elon Musk hatte Ende Juli beim Kurznachrichtendienst Twitter geschrieben, dass die Fabrik „Giga Berlin“ in unvorstellbarer Geschwindigkeit entstehen werde. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hatte gesagt, das Werk könnte schneller gebaut werden als ein schon bestehendes Werk in China. Tesla hatte das Werk in Schanghai innerhalb von elf Monaten hochgezogen.

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