Vertriebs Award 2021 Senger angelt Kunden mit relevantem Content

Autor: Martin Achter

Autos mit der Brechstange zu verkaufen, ist schon lange nicht mehr angesagt. Die Senger-Gruppe sichert sich lieber die Aufmerksamkeit von Kaufinteressenten durch interessante Marketingkommunikation. Beim Vertriebs Award 2021 gibt es dafür den Sieg in der Kategorie „Social Media“.

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Aufmerksamkeit beim Kunden durch relevante Inhalte erzeugen und damit auch Fahrzeuge verkaufen: Diesen Ansatz verfolgt die Senger-Gruppe speziell im Social-Media-Marketing und gewinnt damit beim Vertriebs Award 2021 in der Kategorie „Social Media“.
Aufmerksamkeit beim Kunden durch relevante Inhalte erzeugen und damit auch Fahrzeuge verkaufen: Diesen Ansatz verfolgt die Senger-Gruppe speziell im Social-Media-Marketing und gewinnt damit beim Vertriebs Award 2021 in der Kategorie „Social Media“.
(Bild: Andreas Schimanski)

Die Werbe- und Marketingkommunikation von Autohäusern muss relevant für den Kunden sein – sonst bleibt bei ihm nichts hängen. Diesem Kerngedanken hat sich Auto Senger (u. a. Mercedes-Benz, Smart, VW, Audi) mit Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Rheine verschrieben. Und entsprechend hat das Unternehmen vor zwei Jahren angefangen, seine Kundenkommunikation umzubauen. Mehr denn je gilt für Senger seitdem: Jeder einzelne Mitarbeiter ist Botschafter des Unternehmens.

Auf das Social-Media-Umfeld übertragen, setzt die Senger-Gruppe diesen Gedanken mit den „Senger-Experten Online“ um. Dabei handelt es sich um einzelne Autohausmitarbeiter – Verkäufer, die sich in ihrem Geschäftsfeld eine Community innerhalb der Zielgruppe aufbauen. Das hört sich abstrakt an? Einzelne Senger-Mitarbeiter machen das ganz konkret.

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Jan Staufenbiel ist ein Beispiel dafür. Er ist Transporter-Neuwagenverkäufer am Standort Hamm und hat die Initiative ergriffen: Er veröffentlicht kontinuierlich Inhalte auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, gibt Einblick in seinen Berufsalltag und beantwortet Fragen zu einzelnen Fahrzeugen. Die Nutzer finden das interessant und kaufen bei ihm deswegen auch Fahrzeuge, wie Staufenbiel berichtet.

Auto Senger baut dieses Konzept jetzt systematisch aus. Für diesen vielversprechenden Ansatz zeichnete die Jury des Vertriebs Awards 2021 den Händler als Gewinner in der Kategorie „Social Media“ aus.

Social Content für Camping-Fans

Ein Fokus der Social-Media-Arbeit von Transporterverkäufer Staufenbiel liegt auf dem Camper-Bereich, in dem er bereits eine kleine Schar an Fans gefunden hat – nicht zuletzt, weil er selbst ein solches Fahrzeug besitzt. Und dieses Engagement zahlt sich vertrieblich aus.

Der 27-Jährige postet Erklärvideos zu den Freizeitfahrzeugen und nimmt Kunden mit auf digitale Probefahrten. Die Interaktion mit der Community – beispielsweise Umfragen unter Nutzern – geben ihm Hinweise, welche Inhalte für seine Fans relevant sind.

Wie sich relevante Inhalte auf den Verkauf auswirken

Für 2020 nimmt Staufenbiel 15 verkaufte Neufahrzeuge in die Bilanz seiner Social-Media-Aktivität. Ergänzt werden diese um drei Gebrauchtwagen. Unterm Strich sind das Verkäufe, die Staufenbiel ohne das Social-Media-Engagement nicht erzielt hätte, wie er berichtet. Zum Jahresstart 2021 ging es im Januar und Februar mit vier Neuwagen weiter. Die Zielgruppe reicht dabei vom Privatkunden bis zum Geschäftsführer im Gewerbekundenbereich.

Nach Staufenbiels Beispiel nehmen jetzt auch andere Mitarbeiter der Senger-Gruppe das Social-Media-Marketing auf Mikroebene in den Fokus. Dabei erhalten sie Unterstützung vom zentralen Marketing der Gruppe.

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So ermöglicht Auto Senger jedem Mitarbeiter mit Kundenkontakt, professionell eine eigene geschäftliche Social-Media-Präsenz und eine eigene Community aufzubauen. Die Senger-Experten Online erhalten Schulungen, Tipps und rechtliche Hinweise, damit sie sich im Netz entsprechend allen wichtigen Maßgaben – auch rechtlichen – bewegen.

Der Kerngedanke, dass für den Kunden sämtliche Kommunikation des Autohauses relevant sein muss, manifestiert sich bei der Senger-Gruppe aber nicht nur konkret im Social-Media-Marketing, sondern auch organisatorisch. Seit 2019 orchestriert ein eigens geschaffener Geschäftsbereich die vielschichtige Kommunikation der 50 Betriebe der Gruppe, die an 39 Standorten im Bundesgebiet liegen, in Richtung der Kunden.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Ressortleiter Management & Handel / »kfz-betrieb«