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Senger-Gruppe will mit neuen Strukturen weiter wachsen

Autor: Christoph Seyerlein

Die Senger-Gruppe fiel in den vergangenen Jahren mit Turbowachstum durch einige Zukäufe auf. Nun will das Unternehmen mit neuen Strukturen den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft legen.

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Die Senger-Gruppe fokussiert sich seit Jahren auf die Fabrikate des Daimler- und des VW-Konzerns.
Die Senger-Gruppe fokussiert sich seit Jahren auf die Fabrikate des Daimler- und des VW-Konzerns.
(Bild: Senger)

Die Senger-Gruppe mit Hauptsitz in Rheine gehörte in der jüngeren Vergangenheit wohl zu den aktivsten Autohandels-Unternehmen in Deutschland, was Zukäufe betrifft. Besonders großes Aufsehen erregte die Übernahme der Rosier-Nord-Gruppe Anfang 2016. In der Zwischenzeit ist noch der ein oder andereweitere Standort hinzugekommen. Laut dem Institut für Automobilwirtschaft (IFA) war Senger 2017 mit 32.900 verkauften Fahrzeugen die sechstgrößte Autohandelsgruppe hierzulande. Vergangenes Jahr arbeiteten nach eigenen Angaben rund 2.680 Mitarbeiter an 44 Standorten für das Unternehmen.

Dem doch ziemlich raschen Wachstum in den vergangenen Jahren will Senger jetzt Rechnung tragen – ohne dabei allerdings auf die Bremse zu treten. Wie das Unternehmen am Donnerstag vermeldete, verordnet es sich selbst neue Strukturen und will damit nach eigener Aussage „den formaljuristischen Grundstein für weiteres gesundes Wachstum und die zielgerichtete Unternehmensentwicklung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten“ legen.

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Konkret wird sich Senger künftig in zwei Gruppen aufteilen: die Ulrich Senger Group SE und die Egon Senger Group SE. In ersterer werden die Geschäfte mit den Marken aus dem Volkswagen-Konzern gebündelt, zweitere ist für die Fabrikate des Daimler-Konzerns und die DAF-Trucks-Sparte zuständig. Für beide Sparten gibt es zudem künftig eine eigene Holding, in der jeweils die strategische, operative und kaufmännische Steuerung der zugehörigen Gesellschaften stattfinden soll.

Chef beider Holdings wird Andreas Senger sein, Jörg Scharwald als CFO wird jeweils die kaufmännische Steuerung übernehmen. Bei der Ulrich Senger Holding SE zählt zudem Alfred Garcia Graef als Mann für die operative Steuerung (COO) zum Führungsteam. Bei der Egon Senger Holding SE führt jene Aufgabe Andreas Senger in Personalunion aus. Der Verwaltungsrat beider Geschäftsbereiche setzt sich aus Andreas Senger (Vorsitzender), Volker Bechtloff (2. Vorsitzender) und Dirk Schäfer zusammen.

Die Senger Management GmbH, die zu 51 Prozent Teil der Ulrich Senger Holding und zu 49 Prozent Teil der Egon Senger Holding sein wird, leiten künftig Stefanie Senger und Jörg Scharwald gemeinsam.

Für Mitarbeiter soll sich nichts ändern

Auch in weiteren Gesellschaften, die zu Senger gehören, vermeldete das Unternehmen Personalentscheidungen. So wird Matthias Schilling zum 1. Oktober in die Geschäftsführung der Egon Senger GmbH, der Senger Starlack GmbH und der Senger Dortmund GmbH aufrücken und sich um die Aftersales-, Teile- und Zubehör-Geschäfte kümmern. Jörg Senger bleibt Vorsitzender der Geschäftsführung und verantwortet den Vertrieb für Pkw, Transporter und Lkw.

Für die Mitarbeiter der Senger-Gruppe soll sich trotz aller Umstrukturierung nichts verändern, teilte das Unternehmen mit. Man lege weiterhin Wert auf die langfristige Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung. Den eigenen Kunden wolle man weiter „hochklassigen Service“ bieten und „in Zukunft sogar noch flexiblere Verfügbarkeiten und Angebote rund um das Thema Mobilität“ bereitstellen.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«