VW prüft die Handbremsen bei 350.000 Polo

Zusätzlich Aktion für Golf, Bora, Passat, Sharan und T4

| Autor: Niko Ganzer

In Deutschland müssen rund 65.000 Polo in die Werkstätten.
In Deutschland müssen rund 65.000 Polo in die Werkstätten. (Bild: Volkswagen)

Ein VW-Sprecher hat auf Anfrage einen großen Rückruf unter dem Aktionscode „46H9“ und einen kleinen Rückruf mit der Nummer „69X3“ bestätigt. „Bei einigen Polo der Modelljahre 2018 und 2019 kann es zu einem Verlust der Vorspannung der Feststellbremse kommen. Dieser Effekt tritt nur bei Fahrzeugen mit Trommelbremse hinten auf“, begründete er die größere Aktion, die ein überraschendes Wegrollen des Fahrzeugs künftig ausschließen soll.

Bei weltweit etwa 350.000 Kleinwagen prüft die Vertragswerkstatt nun, ob sich der Hebelweg der Handbremse verlängert hat. Ursache dafür wäre „das nutzungsbedingte Setzverhalten der Trommelbremse und das betriebsbedingte Einschleifen der Bremsbeläge“, so der Sprecher. Sollten die Mitarbeiter ein Problem erkennen, stellen sie die Feststellbremse neu ein und sichern die Nachstellmutter zusätzlich mit einer Kontermutter. Im Heimatland bestellt VW circa 65.000 Polo ein.

Airbag-Probleme bei 10.000 Autos

Beim zweiten Rückruf liegt die Zahl der weltweit betroffenen Fahrzeuge bei etwas über 10.000; jedes vierte Fahrzeug ist in Deutschland gemeldet. Die Fehlerbeschreibung liest sich wie die Takata-Airbagproblematik: „Erhöhte Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit hohen Temperaturschwankungen kann dem Treibmittel über einen langen Zeitraum zusetzen“, erklärte der Sprecher. Nach unseren Informationen geht es in diesem Fall aber um einen anderen Zulieferer.

Trotzdem droht den Modellen Golf, Bora, Passat, Sharan und T4 der Baujahre 2001 und 2002 laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auch hier bei Auslösung des Fahrerairbags ein Bersten des metallischen Gasgeneratorgehäuses. Die Fahrzeuge werden laut dem Sprecher „kontrolliert und gegebenenfalls repariert“. Mit der Reparatur dürfte der Austausch des Gasgenerators gemeint sein.

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