PSA startet Rückrufserie für Transporter

Aktionen bei Citroën und Peugeot

| Autor: Niko Ganzer

PSA ruft unter anderem den Peugeot Expert zurück.
PSA ruft unter anderem den Peugeot Expert zurück. (Foto: Peugeot)

Die bereits vom baugleichen Toyota Proace bekannten Probleme haben nun auch Rückrufe für die Transporter-Vierlinge Peugeot Expert/Traveller und Citroën Jumpy/Spacetourer ausgelöst. Da die deutsche Pressestelle der Franzosen keine Auskünfte zu solchen sicherheitsrelevanten Aktionen gibt, bleiben nur die Informationen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA).

Bislang ist allerdings erst eine Aktion für beide Marken gelistet. „Es besteht die Gefahr, dass sich das Kugelgelenk des vorderen Dreiecklenkers bei starker Belastung der Vorderachse mit der Zeit löst, was zu einem vollständigen Herausdrehen und zu einem plötzlichen Verlust der Kontrolle über die Spurstabilität des Fahrzeugs führen kann“, warnt das KBA.

Im Zuge des Rückrufs mit dem Code „JHK“ müssen weltweit den Angaben zufolge 42.145 Peugeot in die Vertragswerkstätten, davon 3.513 in Deutschland. Bei Citroën betrifft die Aktion „GQH“ hierzulande 3.469 Einheiten und 32.623 rund um den Globus. Geplant ist eine „Verstärkung der Kugelgelenkbefestigung durch Verklebung und eine Erhöhung des Anzugsdrehmoments“. Sollte sich das Kugelgelenk bereits gelöst haben, wird es ersetzt.

Baujahre 2015 bis 2018 betroffen

Eine „nicht konforme Befestigung der Stützen der Dreieckslenker der Hinterradaufhängung“ meldet das KBA bislang nur für den Jumpy und Spacetourer. Die Citroën-Partner ersetzen im Rahmen der Aktion „GPM“ die vorderen Halterungen mit den Querlenkeraufhängungen der hinteren Aufhängung. Dies gilt weltweit für 2.749 Fahrzeuge und in Deutschland für 294.

Umgekehrt hat die Behörde die Warnung vor einem Bruch der Riemenscheibe des Klimakompressors bisher nur für 3.285 hier gemeldete Peugeot (weltweit: 38.656) ausgesprochen. Die im Rahmen der Maßnahme „JCP“ durchgeführte Kontrolle und gegebenenfalls der Tausch des Bauteils soll die Gefahr der Hitzeentwicklung aufgrund von Reibung zwischen den Bruchstücken bannen.

Alle genannten Rückrufe betreffen Transporter der Baujahre 2015 bis 2018. Das KBA überwacht die Durchführung sämtlicher Abhilfemaßnahmen.

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