Porsche startet Rückrufe für Panamera, 911, Boxster und Cayman

Über 9.300 Fahrzeuge in Deutschland betroffen

| Autor: Niko Ganzer

(Bild: Porsche)

Ein Porsche-Sprecher hat auf Anfrage drei Rückrufaktionen bestätigt. Für den Sportwagenhersteller haben zwei davon einen größeren Umfang. Die Maßnahme „AKA7“ ist weltweit für über 130.000 Panamera der ersten Generation vorgesehen, davon 9.117 in Deutschland. „Aufgrund eines Fehlers im Gebläseregler kann es zu Kurzschlüssen und zum Ausfall des Klima-Gebläses kommen. Derartige Kurzschlüsse können zu einem erhöhten Risiko eines Brandschadens führen“, sagte der Sprecher. Dies sei auch nach Abstellen des Fahrzeugs möglich.

Für die zwischen 12. Juli 2009 und 13. September 2016 produzierten Sportlimousinen steht ein etwa 90-minütiger Werkstattaufenthalt an. „Im Rahmen der Aktion wird die Steuereinheit für das Klimagebläse geprüft und sofern erforderlich durch ein Bauteil mit optimiertem Dichtkonzept ersetzt beziehungsweise nachgearbeitet“, sagte der Sprecher.

Die anderen beiden Rückrufe haben weltweit höchst unterschiedliche Dimensionen: Die Aktion „AKA3“ betrifft knapp 53.000 Einheiten, Aktion „AKA4“ dagegen nur 1.652. In Deutschland ist aber letztgenannter Rückruf größer. Genau 217 Exemplare eines Boxster, Cayman oder 911 aus dem Bauzeitraum 23.10.2017 bis 16.5.2018 benötigen zwischen 60 und 90 Minuten der Aufmerksamkeit eines hiesigen Porsche-Partners.

Der kümmert sich um die Verschraubungen der seitlichen Airbag-Sensoren. Aufgrund von Farbresten weisen sie laut Sprecher hohe Reibwerte zwischen Mutter und Gewindebolzen auf. Mögliche Folge sei, „dass die seitlichen Airbag-Sensoren nicht spielfrei mit dem Chassis verbunden sind, obwohl die vorgeschriebenen Werte für Drehmoment und Drehwinkel in der Produktion erreicht wurden“. Das Auslöseverhalten der Rückhaltesysteme könne dadurch beeinträchtigt sein.

Von den zehntausenden im Rahmen des Rückrufs „AKA3“ einbestellten Boxster und Cayman sind laut Hersteller nur 31 in Deutschland registriert (knapp 7.000 in Europa). Sorgenkind ist hier ein Längsträger im vorderen Kofferraum. Der könne bei einem Frontalcrash den Kraftstofftank beschädigen und eine Leckage hervorrufen. „Im Rahmen der Aktion werden die unteren Längs- und Querträger nachgearbeitet“, erklärte der Sprecher. Die Sportwagen aus dem Bauzeitraum 23. 2.2016 bis 14.2.2019 sind hierfür etwa 90 Minuten in der Werkstatt.

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