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Servicesteuerung: Schrauben statt schreiben

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Das Werkstattportal Caroobi übernimmt Kundenkontakt und Schadendiagnose – die angeschlossenen Werkstätten dürfen nur noch schrauben. Doch für manche Betriebe scheint das genau das Richtige zu sein. 750 machen schon mit.

Das Werkstattportal von Caroobi beinhaltet auch eine Auftragsverwaltung für die angeschlossenen Werkstätten.
Das Werkstattportal von Caroobi beinhaltet auch eine Auftragsverwaltung für die angeschlossenen Werkstätten.
(Bild: Caroobi)

Eine Schadendiagnose per Internet oder Telefon – viele Kfz-Profis schüttelten den Kopf, als das Start-up Caroobi 2016 auf den Markt kam. Und dann drängt sich das Internetportal auch noch zwischen Werkstatt und Auftraggeber und degradiert die Kfz-Betriebe zu reinen Reparaturfabriken. Doch zwei Jahre später arbeitet das Berliner Unternehmen nach eigenen Angaben bereits mit 750 Partnerwerkstätten zusammen; zu den Investoren gehört unter anderem BMW.

Was ist also dran an Caroobi, das das Portal interessant macht für die Kfz-Branche? »kfz-betrieb« sprach darüber mit Anton Kononov, Chief Product Officer bei Caroobi. Die wichtigste Frage ist sicherlich, wie die Schadendiagnose funktioniert. Das Geheimnis daran ist, dass sich das Unternehmen auf bestimmte Reparaturdienstleistungen fokussiert – nämlich größere Reparaturen am Antriebsstrang (Motor- und Getriebetausch, Motorinstandsetzung sowie den Tausch von Antriebskomponenten wie Steuerkette/Zahnriemen, Turbolader oder Kupplung). Und durch Schadenhäufungen an bestimmten Motoren soll sich bereits ein Erfahrungsschatz aufgebaut haben, der es erlaubt, treffsichere Diagnosen zu erstellen.