Servicesteuerung: Steuern oder gesteuert werden

Ob mit Telematik, per Wartungs- oder Versicherungsvertrag: Ein immer größerer Teil des Servicegeschäfts wird auf irgendeine Art gesteuert. Vor allem freie Werkstätten geraten dadurch in Gefahr, ihre Kunden zu verlieren. Doch es gibt Gegenmittel.

| Autor: Jan Rosenow

(Bild: Volkswagen)

Mut hat er, sich hier zu präsentieren“ – so lautete die einhellige Meinung der Teilnehmer, als Dr. Bernd Holzinger, Geschäftsführer der HUK Autoservice GmbH, seinen Vortrag auf der Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe hielt. Denn sein Unternehmen ist bekannt dafür, im Rahmen der Schadensteuerung sehr niedrige Stundenverrechnungssätze bei seinen Partnerwerkstätten durchzusetzen – und hat deshalb kein besonders gutes Image in der Branche.

Auf der Fachtagung stellte Holzinger die Pläne der HUK zur Servicesteuerung vor. Kein Wunder, dass die Zuhörer befürchteten, der Versicherer wolle jetzt auch noch seine Finger nach den Wartungs- und Reparaturumsätzen der Branche ausstrecken, und dementsprechend ablehnend reagierten. Dabei sind die Pläne der HUK, die sich zudem auf das bereits aufgebaute Unfallreparatur-Partnernetz des Unternehmens beschränken, allenfalls eine Randerscheinung. Doch sie können stellvertretend stehen für die Bemühungen großer Branchenplayer, am Servicegeschäft mitzuverdienen, indem sie sich einen besseren Zugang zum Autofahrer verschaffen und seinen Auftrag in eine bestimmte Richtung steuern.

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